Gescheiterte Missionierungsversuche

Hi Frank,

Modelle? wir reden hier über objektive Realität.

kennst Du Karl Popper (oder ist der irgendwie ideologisch falsch gepolt?)?

Von dem gibt es (sinngemäß) den Satz:
Wissenschaftliche Gesetze sind keine absolute Wahrheit, sondern Arbeitshypothesen, die bei Bedarf ergänzt, verändert oder verworfen werden müssen.

Wenn Du von ‚objektiver Realität‘ sprichst, hast Du wohl nicht ganz begriffen was Wissenschaft ist. Dogmatiker (Theologen, Marxisten) können von so was reden, aber kein ernsthafter Wissenschaftler!

Gandalf

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Hi Frank,

Modelle? wir reden hier über objektive Realität.

kennst Du Karl Popper (oder ist der irgendwie ideologisch
falsch gepolt?)?

Er ist Idealist. Der Idealismus hat eine absolute Idee zur Grundlage (oder Gott, irgendeine Transzendenzie). Damit ist das zwingend immer Ideologie.

Von dem gibt es (sinngemäß) den Satz:
Wissenschaftliche Gesetze sind keine absolute Wahrheit,
sondern Arbeitshypothesen, die bei Bedarf ergänzt, verändert
oder verworfen werden müssen.

… so sie in ihrem Definitionsbereich sich einschränken lassen.

Wenn Du von ‚objektiver Realität‘ sprichst, hast Du wohl nicht
ganz begriffen was Wissenschaft ist. Dogmatiker (Theologen,
Marxisten) können von so was reden, aber kein ernsthafter
Wissenschaftler!

Diese Physik ist Ideologie. Wo es einen Anfang in der Zeit gibt, ist der erste Apriorimus gesetzt, darüber hinaus geht es nur unerklärbar weiter, es ist eine Transzendenz.
Wieso war Marx Dogmatiker? Wer erzählt solchen Quatsch?
Was daraus gemacht wurde, Ideologie und Dogmatismus, steht auf einem ganz anderen Blatt.

fragt:
Frank

Hi Frank,

Wenn das Licht bis zu uns 500s
benötigt,

sehen wir eine Sonne, wie sie vor 500 s war, sie kann inzwischen schon längst geplatzt sein.

Gandalf

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Hi Gandalf,

"Popper: Sie machen aus Theorien Ideologien. Selbst in der Physik und in der Biologie gibt es leider viele Ideologien. (…) Überall, auch in diesen Fachbereichen, gibt es einen Dogmatismus, gegen den es schwierig ist, sich durchzusetzen. (…) Die Intellektuellen sind unkritisch und gehen mit den Moden, und es gibt einen starken Druck. Das heißt: Wer nicht mit der Mode geht, der steht bald außerhalb des Kreises derer, die ernst genommen werden. "
http://www.neundorf.de/Kritik/kritik.html

Ob das authentisch ist, kann ich nicht sagen. Denke aber schon.
Popper war mit Sicherheit kein dummer, aber wohl Positivist. Es gibt tatsächlich zwei gegensätzliche Denkweisen, zusätzlich davon noch Mutationen.
Soviel nur zu Popper.

Gruß
Frank

Hi Frank,

Wenn das Licht bis zu uns 500s
benötigt,

sehen wir eine Sonne, wie sie vor 500 s war, sie kann
inzwischen schon längst geplatzt sein.

Richtig. Aber selbst das bemerken wir zeitigstens in 500s, weil sie 500 ls weit weg ist.
Es bleibt dabei: wir sehen alle Sterne stets in der Gegenwart, auch die, die 10 Mrd. ly weit weg sind. Nix Urknall.

Gruß
Frank

Wenn das Licht bis zu uns 500s
benötigt, sagt das nur, dass die Sonne 150 Mio km weit weg
ist.

Ich versteh Dich nicht. Du sagst doch selber, dass es 500s benötigt. Also handelt es sich doch um Licht das vor 500s von der Sonne ausgesandt wurde.

Hi Frank,

Richtig. Aber selbst das bemerken wir zeitigstens in 500s,
weil sie 500 ls weit weg ist.

hey Du hast es verstanden!

Es bleibt dabei: wir sehen alle Sterne stets in der Gegenwart,

Richtig, wir sehen Sterne in der Gegenwart.

auch die, die 10 Mrd. ly weit weg sind.

Auch die, die 10.000.000 Lichtjahre weg sind. Aber so wie sie vor dieser Zeit waren. Schau mal, was Du oben geschrieben hast.

Nix Urknall.

Das hat damit nichts zu tun.

Gandalf

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Hi Frank,

Soviel nur zu Popper.

das es Ideologien gibt ist unbestritten, geh mal auf einen beliebigen Wissenschaftskongress (völlig unabhängig von der Disziplin übrigens).

Aber damit hast Du nicht automatisch recht, bzw. der Urknall ist so nicht wegargumentiert.
Das ist ansonsten Ideologie.

Gandalf

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Erhaltungssätze

Da gibt es selbst beim
Urknall keine Probleme mit dem Energieerhaltungssatz.

Ich glaube noch nicht einmal, dass die Erhaltungssätze beim Urknall überhaupt gelten müssen. Schließlich beruhen ja alle Erhaltungssätze auf gewisse Symmetrien in Zeit und Raum. (Homogenität der Zeit -> Energieerhaltung, Homogenität des Raumes -> Impulserhaltung u.s.w) Diese Symmetrien sind aber beim Urknall gerade gebrochen, sodass die Erhaltungssätze auch gar nicht gelten können!

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Es handelt sich um 500s Laufzeit. Der Taktgeber auf der Sonne ist mit dem auf der Erde nicht vergleichbar, ansonsten kommt es wieder zu einem Weltbild, bei dem du in der Mitte stehst.
Die 500s sind lediglich eine Entfernungasangabe.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Frank,

Richtig. Aber selbst das bemerken wir zeitigstens in 500s,
weil sie 500 ls weit weg ist.

hey Du hast es verstanden!

Es bleibt dabei: wir sehen alle Sterne stets in der Gegenwart,

Richtig, wir sehen Sterne in der Gegenwart.

auch die, die 10 Mrd. ly weit weg sind.

Auch die, die 10.000.000 Lichtjahre weg sind. Aber so wie sie
vor dieser Zeit waren. Schau mal, was Du oben geschrieben
hast.

Welcher Zeit bitte? Welcher Wecker?

Nix Urknall.

Das hat damit nichts zu tun.

Oh doch. Ein Urknall braucht einen Anfang in der Zeit, jedenfalls nach der Umschreibung solch eines Weltbildes.

Gruß
Frank

Hi Frank,

Soviel nur zu Popper.

das es Ideologien gibt ist unbestritten, geh mal auf einen
beliebigen Wissenschaftskongress (völlig unabhängig von der
Disziplin übrigens).

Aber damit hast Du nicht automatisch recht, bzw. der Urknall
ist so nicht wegargumentiert.
Das ist ansonsten Ideologie.

Ein Urknall ist zwangsläufig Ideologie, da er eine Transzendenz darstellt. Diese existiert nur durch eine übergeordnete Idee.
Das antagonistische Gegenteil zum Urknall ist das transzendente Sein, Gott also. Siehe Hegels Logik.

Das ist ein reines Dogma. Hier verdrehst du die Kausalität - du unterstellst etwas und erklärst damit.
Geh von heute an in der Ebntwicklung rückwärts und zeige mir, an welcher Stelle ein Symmetriebruch stattfindet. Eine Bitte: die CP-Asymmetrie lassen wir aussen vor derzeit. Die ist nämlich wichtig für mich :smile:

Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Es handelt sich um 500s Laufzeit. Der Taktgeber auf der Sonne
ist mit dem auf der Erde nicht vergleichbar, ansonsten kommt
es wieder zu einem Weltbild, bei dem du in der Mitte stehst.
Die 500s sind lediglich eine Entfernungasangabe.

Wenn du Entfernungen definiert hast, und die Lichtgeschwindigkeit konstant ist, hast du doch auch eine Zeit definiert: x=ct => t=x/c.
Wo hast du jetzt noch ein Problem?

Grüße,
Moritz

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Hi Frank,

Welcher Zeit bitte? Welcher Wecker?

Die Zeit (z.B. 500 s) die Du mit Deinem Wecker mißt?!

Gandalf

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Das ist ein reines Dogma. Hier verdrehst du die Kausalität -
du unterstellst etwas und erklärst damit.

Nein, ich entkräfte nur dein Argument mit dem Bruch der Erhaltungssätze, da diese in der Urknalltheorie zum Zeitpunkt des Urknalls sowieso nicht gelten müssen.
Ich meine die Voraussetung für die Invarianz eines Systems unter Zeittranslation (was zum Energieerhaltungssatz führt) ist doch, dass diese Translation auch existiert. Wenn ich das System allerdings zum Zeitpunkt des Urknalls betrachte, existiert diese zeitl. Transalation eben nicht (da die Zeit ja nicht negativ werden kann), und damit auch kein Energieerhaltungssatz. Ähnliches gilt für alle Erhaltungssätze.

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Aber Laufzeit ist doch auch Zeit.

Für unseren Wecker vergehen 500 sec. Stände unserer Wecker auf der Sonne, wären es 400 sec.

Wieviel Zeit es auch immer ist, es ist Zeit und wir sehen die Sonne nur, nach dem das Licht die Entfernung zurückgelegt hat … wofür es, mit welchem Wecker auch immer gemessen, Zeit braucht.

Anders liegt der Fall, könnten wir unseren Wecker dem Photon anhängen … dann wäre angeblich Null Zeit vergangen und das Licht hätte auch keine Entfernung zurückgelegt (weil es gar keine gibt) … wieso das so sein kein weiß ich nicht … aber angeblich ist es so.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das ist ein reines Dogma. Hier verdrehst du die Kausalität -
du unterstellst etwas und erklärst damit.

Nein, ich entkräfte nur dein Argument mit dem Bruch der
Erhaltungssätze, da diese in der Urknalltheorie zum Zeitpunkt
des Urknalls sowieso nicht gelten müssen.

Nein, du verdrehst Tatsachen. Erkläre mir von heute an rückblickend die Notwendigkeit eines Urknalles und wo das erste Naturgesetz gebrochen wird. Nicht umgekehrt, das ist Dogmatismus.

Hi Frank,

Welcher Zeit bitte? Welcher Wecker?

Die Zeit (z.B. 500 s) die Du mit Deinem Wecker mißt?!

Schlecht möglich. Die Sonne hat einen anderen Wecker.
Wenn mein Wecker von der Sonne aus mitreist mit c, vergeht auf ihm auch keine Zeit.

Gruß
Frank

Hallo,

Es handelt sich um 500s Laufzeit. Der Taktgeber auf der Sonne
ist mit dem auf der Erde nicht vergleichbar, ansonsten kommt
es wieder zu einem Weltbild, bei dem du in der Mitte stehst.
Die 500s sind lediglich eine Entfernungasangabe.

Wenn du Entfernungen definiert hast, und die
Lichtgeschwindigkeit konstant ist, hast du doch auch eine Zeit
definiert: x=ct => t=x/c.
Wo hast du jetzt noch ein Problem?

Du beschreibst es ja richtigrum: Zeit ist das Resultat einer Bewegung. Nun wende das bitte aber auch konsequent an. Bewegung erfordert Struktur (der Materie) und umgekehrt.
Deine Darstelung widersprichrt aber der Physik, die die Zeit als a priori gegeben darstellt.

Gruß
Frank