Das ist ein sehr spannender Punkt. Natürlich wird es ein breites Kontinuum geben. Ganz unten stehen die, die überhaupt nichts peilen. Ganz oben die, die hemmungslos lügen und betrügen und ganz genau wissen, an welchen Stellen es Schwachstellen in der demokratischen Verfassung gibt, die man ausnutzen kann.
Ich vermute (ohne es zu wissen), dass es tatsächlich sehr viele sind, die wirklich denken, ein Bundeskanzler kann mal eben irgend etwas bestimmen. Und tatsächlich ist die Struktur demokratischer Verfassungen ja komplex.
Das Ganze finde ich so schwer zu fassen, weil es viele Menschen gibt, die sich an extremen Widersprüchen ihres eigenen Weltbildes gar nicht stören.
Wie kann man „den Systemmedien“ misstrauen, ohne die genau zu definieren, und gleichzeitig einem Youtube-Hanswurst, von dem man nichts weiß, vertrauen?
Solche Leute pendeln vielleicht in ihrem Verstöndnis total unlogisch hin und her von „wir Menschen haben die und die Rechte“ zu " die da oben machen doch, was sie wollen".
Noch komplizierter wird die Sache noch dadurch, dass Demokratien alles andere als perfekt sind und natürlich immer wieder undemokratische Dinge geschehen.
Meine These ist tatsächlich: Viele Menschen sind demokratisch unreif (müsste man in der Schule demokratisches Verständnis viel stärker thematisieren?) und denken ganz stark emotional: Das, was ich möchte, ist richtig. Das, wovor ich Angst habe, ist unrecht.
Klar, im Hintergrund gibt es dann die fiesen Klugen, die das gezielt ausnutzen. Die foreninternen Fälle würde ich teils in die eine, teils in die andere Gruppe einordnen.