Nach dem Aufruf von Faeser zur Not-Bevorratung wird es in D zu weiteren Hamsterkäufen kommen.
Das ist zu befürchten.
Falsch! Das mag auf deine Region zutreffen. Wir haben aber nun mehrere Beispiele, dass dem eben nicht flächendeckend so ist.
An der Aussage muss du dich festklammern, weil du von den Fakten ablenken möchtest. Fakt ist aber, dass deine Behauptung, in ganz Deutschland sei Mehr wieder normal verfügbar, falsch war und ist.
Das mag ja sein. Nur, auch wenn du in deinem Selbstbild anderer Auffassung bist: Du bis aber nicht Experte für das, was im Supermarktregal steht. Hier greift offenbar wieder ein psychologischer Effekt, wie wir ihn bereits zum Lockdownbeginn mit dem Klopapier hatten. Das heißt: Die Produzenten liefern, aber zunächst mit Schwankungen. Der Handel stellt es mit Schwankungen in die Regale. Und der Markt fragt aber mehr nach. Weil Ostern, weil Krieg. Und dann sieht der Kunde, dass auf einmal die Regale leer sind, die sonst nicht leer waren. Und das eben nicht nur in einem Supermarkt, wie von dir falsch behauptet, und nicht nur bei einer Kette, sondern auch bei den Mitbewerbern. Und das sogar in recht großem Umkreis.
Was macht der Kunde dann, wenn er plötzlich doch mal etwas im Regal sieht? Er kauft nicht eine Packung / Flasche, wie sonst, sondern gleich 5 oder 10. Man weiß ja nie, wann es das nächste Mal etwas gibt. Der Effekt: das soeben vollgestellte Regal ist Ruckzuck wieder leer.
Und da kannst du dich dann in die Mitte des Raumes stellen, aggressiv und beleidigend werden, trotzig, rechthaberisch, und behaupten, dass Produzentenseitig es kein Problem gibt. Das stimmt für den Kunden dennoch nicht.
Das hat auch nichts mehr mit an die Wand gemalte Horrorszenarien zu tun, wenn die Regale wirklich die meiste Zeit leer sind.
Helfen tut da nur die Zeit und besonnene, vernünftige Marktbesitzer, die die Ware nicht vollständig sofort in die Regale stellen, sondern häppchenweise, und die die Abnahmemenge auf 1 kg / 1 l pro Kunde beschränken. So wie man das beim Klopapier auch gemacht hat.
Klappt auch ohne andere Foristen als Lügner oder Spinner abzutun.
Ich habe vor einer Woche, als ich das Ding hier las und nachdem ich ja ähnliche Erfahrungen selber gemacht hatte (mit genug eigenem Vorrat), mal bei den beiden Mühlen nachgeschaut, bei denen ich, wenn mich das Backfieber ganz doll packt, Mehl Säckeweise bestellt habe. Für BEIDE Mühlen gilt Stand jetzt, ich habe gerade noch mal nachgesehen, dass sie aufgrund der aktuellen Spanne zwischen Angebot und Nachfrage keine neuen Kunden annehmen, weil sie die nicht beliefern können!
Die müssen spinnen. Die haben keine Ahnung. Die sollten sich nicht bei der Bildzeitung über ihren Lagerstand informieren, sondern bei dir, dem wahren Experten. Kann ich eine Adresse weiterleiten?
Ach Liebelein,
versuch doch mal, 700 Wörter in drei Sekunden unter dich zu lassen. Schaffst Du das?
Das erzeugt ja wieder das Gefühl von Knappheit, d.h. die Leute gehen dann einfach dreimal nacheinander in den Laden, um sich ihre eine Flasche/Packung abzuholen. Was eher hilft, ist das Erzeugen des Eindrucks einer massenweisen Verfügbarkeit. Ein Markt versorgt in etwa 5.000 Einwohner, also etwa 2000 Haushalten. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass die Rationierungsstrategie, die Du vorschlägst, nicht funktionieren kann, weil so viel Ware bzw. Lagerraum bzw. Ausstellungsfläche gar nicht da sein kann, um jeden der 2000 Haushalte mit einer Flasche bzw. einem Paket zu versorgen.
Letztlich funktionieren nur zwei Strategien, die auch in Kombination gefahren werden können. 1. Ständiges Nachfüllen der Regale, so dass nie der Eindruck entsteht, dass nur noch 3, 5 oder 10 Pakete/Flaschen da sind. 2. Zusätzlich aufgebaute „Endgegner“ in allen Hauptstraßen, d.h. Paletten mit Mehl, Zucker, Küchenpapier, so dass jeder sehen kann, wie viel Ware verfügbar ist.
Das liegt daran, dass der Kunde doof ist und das Verbreiten von Meldungen wie „es gibt in Deutschland keinen Krümel Mehl mehr und Öl wird streng rationiert“ oder das Überbetonen von lokalen Besonderheiten bzw. stark auf Discounter selektierten Beobachtungen trägt halt zur Dämlichkeit der Konsumenten bei. Das Problem könnten viele Menschen leicht lösen, indem sie nicht nur zum Discounter traben, sondern doch mal zu einem Supermarkt mit größerem Sortiment inkl. Bioabteilung.
Einige hier haben die Beweggründe hinter Hamstern und Notbevorratung nicht verstanden.
Da geht es nicht darum, dass JETZT genug vorhanden wäre,
sondern dass auf Grund gewisser Vorkommnisse und Anzeichen eine Knappheit oder Verteuerung für die ZUKUNFT befürchtet wird.
Das heißt „Kein Mehl weit und breit“ bedeutet in Wirklichkeit „In etwa sechs Monaten wird Mehl voraussichtlich zwei Groschen mehr kosten?“
Gut, dass das mal jemand sagt. Wär ich nicht drauf gekommen.
Das ist eine Binsenweisheit. Niemand stellt sich fünf Flaschen Sonnenblumenöl und acht Pakete Mehl in den Keller, wenn er davon ausgeht, dass die Ware in zwei Wochen, zwei Monaten und zwei Jahre reichlich verfügbar ist und das auch noch zu einem niedrigeren Preis. .
Das Problem hier wäre leicht lösbar, wenn du von Fakten ausgehen würdest und nicht von deiner Fantasie. Ich hatte beschrieben, dass das mitnichten nur Discounter betrifft, sondern alle hier verfügbaren Supermärkte. Aber wenn man partout recht haben will, kann ich natürlich verstehen, dass man lieber seine eigene Realität aufbaut.
Echt? Läge dann auch wieder Mehl in Deinen Geschäften?
Du wirst lachen: hier dreht sich nicht alles nur um Dich und Deine Beobachtungen.
Ich kopiere Dir den Satz, den ich schrieb, noch einmal her. Vielleicht klappt es dann auch mit dem Leseverständnis:
Moin,
Wie viele Händler/Mühlen gibt es in denn Deutschland und bei wie vielen von allen Händlern hier in D gibt es kein Mehl mehr? Sag es mir bitte.
aus: https://wissensdialoge.de/denkfehler_typische_verzerrungen/
Verfügbarkeitsheuristik
Wir nutzen die Leichtigkeit oder die Menge an Informationen, mit der wir uns an Ereignisse erinnern können, als Hinweis für die Häufigkeit oder Wichtigkeit des Ereignisses. Das ist an sich sinnvoll, da häufige Ereignisse besser erinnert werden sollten. Allerdings wird dies zu einem Problem, wenn die Ereignisse sehr dramatisch sind, viel darüber berichtet wird und sie deswegen gut erinnert werden. So überschätzen wir zum Beispiel das Risiko von Flugzeugabstürzen im Vergleich zu Autounfällen. Wenn es um die Bewertung von Wichtigkeit/Häufigkeit eines Ereignisses geht, sollte man sich deswegen fragen, ob man das Ereignis vielleicht nur deswegen für so wichtig hält, weil man sich an vorherige Fälle leicht und/oder mit vielen Details daran erinnern kann. Ein Blick auf harte Daten in Form von Statistiken kann hier helfen.
Oder anders: nur weil in meinem Umfeld bestimme Produkte nicht zu haben sind, heißt das nur, dass meine bevorzugten Einkaufsquellen sie nicht haben. Es heißt niemals, dass es sie nie wieder geben wird oder andernorts die Situation sich gleich verhält.
Mehl kaufen, was sonst? Notfalls die Rezepte umstellen und ein wenig experimentieren oder improvisieren. So what?
-Luno
Schenkelklopf und Tränenausdenaugenwische. Wirklich, du solltest Comedian werden.
Nur zum x-ten Mal habe ich diese Behauptung gar nicht aufgestellt. Ich habe nur der - Schenkelklopf und Tränenausdenaugenwische - falschen Behauptung widersprochen, dass man in ganz Deutschland Mehl in allen Typen bekommen würde. Eine Behauptung, die du und dein Kollege aufgestellt haben. Und ob du es glaubst oder nicht. Wenn
Ich
dann
hier
in großem Umkreis
Kein Mehl bekomme, widerspricht das Eurer beider Aussagen nun mal völlig. Und dein ganzes mehr oder eher weniger eloquentes Einbringen von einem Fachbegriff, über den du mal zufällig gestolpert bist, hat mit der Sache nichts zu tun. Zu wissenschaftlichem Arbeiten, was du hier vorgaukelst, gehört erst einmal eine saubere Ist-Erfassung. Da scheitert es ja bereits.
Und nun wünsche ich dir noch viel Spaß mit deinen Mehltüten.
Und deswegen schrieb ich:
Das ist interessant. „In einem großen Umkreis“ kenne ich nicht einmal alle Supermärkte, geschweige denn, dass ich in allen gewesen wäre und sie auf Mehl kontrolliert hätte.
Mehl?
Gerne.
Schön, dass auch du die Fakten so verzerrst. Fangen wir mal mit den Aussagen an:
Die Aussage, dass es in ganz Deutschland kein Mehl geben würde zu keiner Zeit (das heißt Ort und Zeit festgelegt!), habe ich nie getroffen!
Die Aussage, dass es überall in Deutschland zu fast jeder Zeit alle oder zumindest die meisten Mehltypen geben würde, ist hier getroffen worden. Diese Behauptung ist nachgewiesen falsch. Das hat auch nichts mit Verfügbarkeitsheuristik zu tun. Man sollte die Begriffe schon zum richtigen Zeitpunkt einsetzen!
Wenn in ich beschreibe, dass in diversen Supermärkten hier in Berlin (in mehr als 4 bezirken getestet), um Berlin herum, in Meckpom, in Sachsen-Anhalt über mehrere Wochen hinweg kein Mehl und kein Öl verfügbar ist, und du daraus machst, dass nur in „meinen bevorzugten Einkaufsquellen“ sie nicht zu haben sind, dann liegt da ein recht ernstes Problem vor. Entweder du kannst nicht lesen - oder du hast ein Problem bei der Erfassung von Sachverhalten.
Wenn ich beschreibe, dass sehr punktuell welches vorhanden war, dann aber wieder sehr schnell weg, ist es ein intellektuelles oder neurologisches Problem, wenn du daraus etwas anderes zu machen.
Wenn hier zwei Diskutanten vehement behaupten, dass es prinzipiell Mehl überall gibt, nur weil es bei ihnen im Supermarkt selbiges gibt, ist das … ups… was? man schließt von seiner Situation auf die Situation anderer und nimmt die Fakten nicht zur Kenntnis?
Dein - netterweise an mich - gerichteter Vorschlag, Mehl zu kaufen, wenn die Händler vor Ort keins haben, ist … nun … ich weiß nicht so recht. Unter Umständen gibt es Experten, die einem in dem Zustand helfen können.
Danke für die Steilvorlage. Deshalb muss ich doch noch mal.
Ich schrieb erstens nicht von alle! Auch wenn du wirklich arge Probleme mit der Präzision hast, so viel Zeit muss sein!
Nur weil du also nicht Supermärkte in deiner Region kennst oder nie angefahren bist, muss das also für alle gelten? Du wirst lachen, es dreht sich nicht alles nur um dich und deine Art, wie du Dinge tust.
Das Dumme ist: Wenn man kein Mehl oder Öl bekommt und welches braucht, dann geht man auch schon mal in einen Supermarkt rein, in den man normalerweise nicht geht. Das mag dich schockieren. Du magst es für verrückt halten. Aber, echt jetzt, das kommt vor! Und nein, das ist keine Kontrolle. Sondern einfach nur der Wunsch, etwas zu erwerben.
Und jetzt aber wirklich, tschöwa.
Zum Einen war meine Behauptung nie, es gäbe in allen Supermärkten zu jedem beliebigen Zeitpunkt alle nur denkbaren Sorten Mehl. Zum Anderen ist es ja schon interessant, dass es ausgerechnet in dem einzigen Supermarkt, den ich regelmäßig aufsuche, immer Mehl gab und zwar auch verschiedene Sorten. Dafür musste man allerdings den Umweg über die Bio-Regale in Kauf nehmen. Meine Frau berichtete aus dem Drogerie-Markt das gleiche. Großes Geplärre kam hingegen von den Leuten, die nur bei Aldi und Netto einkaufen.
Kurz: 100% Trefferquote bei den nicht-Discountern, 100% leere Regale bei den Discountern.
Kurz 2: die Aussage war und ist, dass es keinen flächendeckenden Mangel an Mehl gibt und so lange offensichtlich nicht gegeben haben kann, wie Bäckereien Ware im Fenster haben. Dass es vielen Discountern und Supermärkten zwischenzeitlich anders aussah, habe ich sehr wohl verstanden und bestreite ich auch nicht. In dem Kontext riet ich mehrfach dazu, auch mal in den Bio-Regalen der nicht-Discounter oder eben bei den Drogeriemärkten zu schauen.
Moin,
@paran hatte im Beitrag Kein Mehl weit und breit - wie backe ich das nächste Brot? gefragt: „Was macht ihr denn…“, darauf meine Antwort:
-Luno, der sich jetzt Popcorn macht und die Softdrinks kaltstellen wird.
Das kann ich nicht bestätigen - meine Theorie ist, dass es regional unterschiedlich ist und vielleicht auf unterschiedliche Mentalitäten zurückzuführen ist.
Ach so: Rewe hatte heute wieder Raps- und Sonnenblumenöl („normale“ Massenwaren-Qualität). 4,79€ für 0,75l fand ich aber schon recht happig. Ich habe noch 1,5 Flaschen und schaue in frühestens einem Monat nach Ersatz.
Das war ja auch nicht als Beweis dafür gedacht, dass es immer und überall alles gab. Im Grunde ging es ja darum, dass einzelne ihre Erfahrungen in dem Sinne verallgemeinerten, dass es quasi in ganz Deutschland kein Mehl zu kaufen gab. Diese „These“ ist widerlegt - verbunden mit dem Hinweis, dass die Discounter stärker betroffen waren (u.U. auch, weil die auf weniger Lagerhaltung setzen)…
Wenn ich an die T-Papier-Krise 2020 zurückdenke, war die Mentalität hier genauso wie überall sonst. Bei Mehl und Hefe war unser Rewe-Mann schon damals relativ findig.