Muslimische Frauen + Prostituierte + Feminismus

Wie wäre es, …
… wenn du zur Abwechslung einfach einmal die verlinkten Texte lesen würdest?

  1. Ich habe vor etwa 40 Jahren, gelegentlich Freudenhäuser
    aufgesucht, hauptsächlich um der „Sensation“ und des „Guckens“
    wegen.

Nun, zum einen solltest du in Erwägung ziehen, dass sich nach einem derart langen Zeitraum deine Erinnerung nicht mehr im Originalzustand befindet, sondern sich aufs Positivste eingetrübt hat.

Und zum anderen solltest du zur Kenntnis nehmen, dass sich die Welt in den vergangenen 40 Jahren sehr verändert hat - auch die Prostitution in Deutschland.

  1. Da, wo die Grenzen offen sind, sind ja nun auch deutsche
    Zeitungen zu lesen, es sollte eigentlich kein Geheimnis sein,
    dass hier bei uns ausländische Frauen versklavt werden. Warum
    kommen die dann immer noch freiwillig hier her?

Du möchtest nicht wirklich sagen, dass eine Frau, die auf einen Menschenhändler hereinfällt, selbst schuld daran ist, wenn sie dann zur Prostitution gezwungen wird, oder?

Glaubt wirklich jemand, dass man mit dem schwedischen Modell
Prostitution eingrenzen, ja gar verhindern kann? Das älteste
Gewerbe der Welt? Nicht wirklich. oder?

Nun, die Zahlen geben den Schweden recht. Vielleicht solltest du den Artikel doch noch lesen. ;o)

Hallo,

  1. Das Totalverbot ist eine rein ideologische Sache. Da gehts,
    und das wurde in Schweden auch klar so diskutiert, ums
    gesellschaftspolitische Prinzip, nicht um die Verhinderung von
    Leid und Elend.

ja, in der Tat - dass leid und Elend vermieden bzw. vermidnert werden, ist dabei ein positiver Nebeneffekt.

Grundsätzlich geht es darum, dass Prostitution - auch freiwillige - der Menschenwürde widerspricht.

  1. Man vergleiche, dass Deutschland heute mind. 100 mal so
    viele Prostitutierte hat wie Schweden zum Zeitpunkt des
    Verbots (bei nur ca. 10-facher Einwohnerzahl).
    Das ist eine völlig andere Dimension.
    Zudem ist Deutschland -ohne adäquate
    Grenzkontrollmöglichkeiten- von südlichen, östlichen und
    westlichen Nachbarn umgehen, die alles anders als schwedische
    Zustände haben.
    Vollkommen illusorisch, das Schweden-Modell auf Deutschland
    übertragen zu können, selbst wenn man aus ideologischen
    Gründen die Prostitution ganz weg haben möchte.

Dass mehr Arbeit/aufwändiger/personalintensiver wäre, es in Deutschland umzusetzen, kann ja wohl kein Argument sein, oder?

In dem Artikel wird übrigens auch erwähnt, dass die
niederländische Polizei - in den Niederlanden gelten ähnliche
Rahmenbedingungen wie in Deutschland - schätzt, dass bis zu
90% der Prostituierten dies nicht freiwillig sind.

Interessant, schon wieder eine Zahl.
Vielleicht kannst du dann die Bezugsgruppe und die jeweiligen
Begriffsdefinitionen dazu nennen, sonst ist die Zahl völlig
sinnlos.

Wie wäre es, wenn du einfach den verlinkten Text lesen würdest?

Gruß

Billi

Hallo,

Nehmen wir z.B. die Homo-Szene. Dort gibt es beides:
sogenannten „Klappensex“, wo homosexuelle Männer auf
öffentlichen Toiletten, in Parks, auf Autobahnparkplätze in
gegenseitigem Einvernehmen „einfach so“, ohne dass Geld eine
Rolle spielt, Sex miteinander haben. Und dann gibt es auch
männliche Prostituierte, sogenannte „Strichjungs“ oder
„Stricher“, die mit Männern das Gleiche tun, aber eben vorher
Geld dafür nehmen. Wenn da jetzt, wie in Schweden,
Zivilpolizisten durch die Büsche streifen um eventuelle Kunden
von Strichjungs „auf frischer Tat“ zu „ertappen“ - wie soll
dann nachgewiesen werden, ob es nun tatsächlich Prostitution
oder einfach nur „Klappensex“ war?

wenn Schwierigkeiten bei der Ermittlung ein Argument wären, könnten wir gleich auf die meisten Strafgesetze verzichten.

Aber kehren wir zurück zur Heteroszene: Wenn es o.k. ist,
„einfach so“ einen „One-Night-Stand“ zu haben (was es ja
zuweilen auch bei Hetero-Frauen gibt), warum soll es plötzlich
eine „Straftat“ sein, wenn exakt das Gleiche, nämlich
einvernehmlicher Sex, gegen Geld stattfindet?

Weil es einen fundamentalen Unterschied zwischen dem freiwilligen, gegenseitigen Ausleben der jeweils eigenen Sexualität und dem Benutzen eines menschlichen Körpers zur einseitigen Befriedigung gibt.

Dabei hat Manfred Kabiefke genau das Gleiche getan wie Manuel
Rodrigues, nämlich mit einer Frau einvernehmlichen Sex zu
haben. Nur mit dem einen Unterschied, dass Manfred Kabiefke
dafür bezahlt hat, Manuel Rodrigues aber nicht.

Es gibt da noch einen weiteren Unterschied: Die Frau, die einvernehmlichen Sex mit Manuel hatte, hat dabei genau wie der Mann ihre eigene Sexualität selbstbestimmt ausgelebt. Eine Frau, die sich (egal ob freiwillig oder nicht) prostituiert, lebt bei dem Sexualakt nicht ihre eigene Sexualität aus, sondern stellt dem Mann ihren Körper zur Verfügung.

Oder nehmen wir Matrosen: Wie soll ein Matrose mit ein paar
Tagen Landurlaub in irgendeinem Hafen einen ONS, geschweige
denn eine Freundin oder Geliebte finden?

Ja, und so ein Astronaut auf der ISS erst…

Will man wirklich einen Matrosen, der nach sechs Wochen auf
See bei einem kurzen Landurlaub eine Prostituierte aufsucht,
zum „Kriminellen“ erklären?

Auch ein Matrose hat, wie jeder andere Mann auch, grundsätzlich die Möglichkeit, durch seine Persönlichkeit Frauen davon zu überzeugen mit ihm eine Beziehung einzugehen und/oder einvernehmlichen Sex zu haben.

Und wenn ihm das nicht gelingt, gibt es immer noch Selbstbefriedigung - keine Angst, davon verkümmert das Rückenmark nicht!

Oder einen Lastwagenfahrer, der nach mehrwöchiger Fahrt
irgendwo in der südeuropäischen Pampa eine Pause macht? Ist
der zum „Zölibat“ (bzw. zur Masturbation) verurteilt?

Was genau wäre daran so schlimm?

Außerdem wird es auch bei Heterosex Abgrenzungsprobleme geben:
Würden z.B. auch Ehen von deutschen Männern mit Frauen aus
Fernost automatisch als „Prostitution“ gewertet werden? Warum?
Weil der Mann älter ist? Weil die Frau aus einem
Drittwelt-Land stammt?

Der Katalogheiratsmarkt ist tatsächlcih ein weiteres Problemfeld, das imho noch nicht ausreichend bearbeitet ist. Allerdings bringt die Heirat den nach Deutschland verkauften Frauen zumindest ein paar Rechte ein.

Was ist dann mit Frauen, die z.B. im
Urlaub einen jüngeren Afrikaner oder Araber heiraten und den
dann mit nach Deutschland bringen?

Egal ob Mann oder Frau - es ist ein Unterschied, ob man sich irgendwie kennenlernt und frei für eine Ehe entscheidet oder ob man über eine „Agentur“ an einen bis dato völlig unbekannten Menschen verhökert wird, dem man dann auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist.

Was ist denn, wenn z.B. ein Mann eine Frau zu einem richtig
schönen, teuren Essen einlädt, und sie dann anschließend mit
ihm ins Bett geht? Wäre das (für den Mann) verbotene
Prostitution oder ein erlaubter One-Night-Stand?

Da findet die Feuerprobe im Kopf des Mannes statt, wenn die Frau Nein sagt - wenn er dann sauer ist, weil er Geld für ein Essen ausgegeben hat, sollte er dringend seinen Wertekatalog überprüfen. ;o)

Aber Scherz beiseite: Es mag ja Graubereiche geben, aber auch dir sollte eigentlich grundsätzlich klar sein, was Prostitution ist und was nicht. Und nur, weil es Graubereiche geben mag, ist das noch lange kein Argument gegen eine vernünftige Gesetzgebung - gibt es z.B. bei Schwarzarbeit ja auch.

Andererseits ist es aber auch sexuelle Selbstbestimmung, wenn
eine Frau (oder manchmal auch ein Mann) bereit ist, gegen Geld
Sex zu haben.

Bei Prostitution lebt aber die/der Prostituierte nicht die eigene Sexualität aus, sondern stellt lediglich gegen Geld den Körper zur Verfügung, damit ein anderer seine Sexualität daran ausleben kann.

Dies wird übrigens gerade bei Strichjungen deutlich, die in den allerseltesten Fällen homosexuell sind.

Genauso wie es, wie gesagt, zur sexuellen Selbstbestimmung
dazugehört, wenn sie als Striptease-Tänzerin auftritt, oder in
einem Pornofilm mitspielt. Oder sich für den „Playboy“ nackt
fotografieren lässt. Oder, oder, oder…

Das hat noch weniger mit dem Ausleben der eigene Sexualität zu tun.

Und genauso ist es, wenn ein Mann und eine Frau bezahlten Sex
haben: Sexuelle Selbstbestimmung ist sexuelle
Selbstbestimmung. Ist die Selbstbestimmung von beiden (oder
mehr) Beteiligten gegeben, geht es keinen weiteren Menschen
mehr was an, nicht Lea Ackermann, nicht „Femen“, nicht Alice
Schwarzer und nicht den Staat.

Noch einmal: Eine Prostituierte lebt nicht ihre eigene Sexualität aus, sondern stellt lediglich ihren Körper - quasi als Ware - zur Verfügung. Der schwedischen Gesetzgebung liegt zugrunde, dass dies der Menschenwürde widerspricht, auch wenn es freiwillig geschieht.

Es gibt übrigens auch andere Dinge, die von Gesetzes wegen verboten sind, auch wenn man sich ganz freiwillig dafür entscheiden könnte - ich dürfte z.B. auch nicht ganz freiwillig eine meiner Nieren verkaufen.

Und was deinen Manfred Kabiefke (interessant übrigens, dass du anscheinend davon ausgehst, dass seine übergewichtige, stark kurzsichtige und als Fleischfachverkäuferin arbeitende Schwester Erika keine sexuellen Bedürfnisse hat; interessant auch, dass für dich nur die körperliche Attraktivität zählt) angeht: Ja, es hat zwar grundsätzlich jeder das Recht, seine Sexualität auszuleben, aber es gibt kein Grundrecht auf sexuelle Erfüllung. Schon gar nicht auf Kosten anderer. Übrigens auch nicht für Menschen, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. ;o)

Den entscheidenden Unterschied zwischen Schweden auf der einen Seite und den Niederlanden und Deutschland bringt der verlinkte Artikel übrigens sehr schön auf den Punkt: „Heutzutage wächst ein kleiner Junge in Schweden mit der Tatsache auf, dass es ein Verbrechen ist Sex zu kaufen. Ein kleiner Junge in den Niederlanden wächst mit dem Wissen auf, dass Frauen in Schaufenstern sitzen und wie Massenprodukte bestellt werden können.“

Gruß

Billi

… wenn du zur Abwechslung einfach einmal die verlinkten
Texte lesen würdest?

Hab ich doch.

  1. Ich habe vor etwa 40 Jahren, gelegentlich Freudenhäuser
    aufgesucht, hauptsächlich um der „Sensation“ und des „Guckens“
    wegen.

Nun, zum einen solltest du in Erwägung ziehen, dass sich nach
einem derart langen Zeitraum deine Erinnerung nicht mehr im
Originalzustand befindet, sondern sich aufs Positivste
eingetrübt hat.

Na ich weiß nicht. Schön wär’s. Ich erinnere mich unter anderem noch an eine Dame mit einem entzückenden französischen Akzent, die furchtbar berlinerte, wenn man sie ärgerte. :frowning:

Und zum anderen solltest du zur Kenntnis nehmen, dass sich die
Welt in den vergangenen 40 Jahren sehr verändert hat - auch
die Prostitution in Deutschland.

Schon klar, bestehen bleibt aber die Tatsache, dass es vor 100 und höchstwahrscheinlich vor 1000 Jahren auch schon Frauen gab, die ihren Lebensunterhalt auf diese Art verdienten.

  1. Da, wo die Grenzen offen sind, sind ja nun auch deutsche
    Zeitungen zu lesen, es sollte eigentlich kein Geheimnis sein,
    dass hier bei uns ausländische Frauen versklavt werden. Warum
    kommen die dann immer noch freiwillig hier her?

Du möchtest nicht wirklich sagen, dass eine Frau, die auf
einen Menschenhändler hereinfällt, selbst schuld daran ist,
wenn sie dann zur Prostitution gezwungen wird, oder?

Warum eigentlich nicht?
In gewisser Weise eben doch. Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Das gilt für das Verbrechermilieu und für das Rotlichtmilieu, in Deutschland, wie überall.
Wie heißt es so schön? „Bleibe im Lande und nähre dich redlich!“

Glaubt wirklich jemand, dass man mit dem schwedischen Modell
Prostitution eingrenzen, ja gar verhindern kann? Das älteste
Gewerbe der Welt? Nicht wirklich. oder?

Nun, die Zahlen geben den Schweden recht. Vielleicht solltest
du den Artikel doch noch lesen. ;o)

Was ich bis jetzt gelesen habe, eher nicht.

Ich bin der Meinung, dass das schwedische Modell absolut falsch ist. Das ist, wie teilweise in den USA, lediglich Kosmetik. Die Huren werden verdrängt, die Preise, ähnlich wie bei Rauschgift, künstlich verteuert. Es werden potentiell weniger Ausbeuter, die aber, da es um größere Summen geht, weit mehr kriminelle Energie aufbringen.

Amerika ist schon an der Prohibition gescheitert, wenn mich nicht alles täuscht, Schweden auch.

Dass die Gesetze in Deutschland noch verbessert werden müssen, vor allem auch die Ausländergesetze, steht ja außer Zweifel.

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Wir verkaufen unsere Lebenszeit, wir verkaufen unseren Körper, wir verkaufen unsere Gesundheit.

Alle!

Der eine mehr, der andere weniger.

Insofern ist das schwedische Argument, von der frei ausgelebten Sexualität, absoluter Blödsinn.

Zuerst mal müsste nämlich jeder sein Leben frei ausleben können.

Das geht aber nur, wenn du sehr viel Geld hast.

Oder in einer Jagdhütte in Alaska wohnst.

Na ich weiß nicht. Schön wär’s. Ich erinnere mich unter
anderem noch an eine Dame mit einem entzückenden französischen
Akzent, die furchtbar berlinerte, wenn man sie ärgerte. :frowning:

Und auch diese Frau hatte nicht mit dir Sex, weil sie mit dir in gegenseitigem Einverständnis ihre Sexualtät ausleben wollte, sondern weil sie dir gegen Geld ihren Körper zur Verfügung gestellt hatte, damit du diesen für deine und nur deine Befriedigung benutzen konntest.

Letztendlich ist Sex mit einer Prostituierten auch nur Selbstbefriedigung - mit dem Unterschied, dass man eben statt eines Gegenstandes wie einer künstlichen Muschi oder einer Gummipuppe einen anderen Menschen benutzt. Abgesehen davon natürlich, dass es einem bei einem Menschen leichter fällt als bei einer Gummipuppe, sich Illusionen hinzugeben.

Schon klar, bestehen bleibt aber die Tatsache, dass es vor 100
und höchstwahrscheinlich vor 1000 Jahren auch schon Frauen
gab, die ihren Lebensunterhalt auf diese Art verdienten.

„Es war schom immer so“ ist „schon immer“ ein denkbar schlechtes Argument für etwas. ;o)

Denkweisen und Wertvorstellungen können sich ändern - auch die Todesstrafe gibt es beispielsweise „schon immer“, und trotzdem wurde sie in Deutschland und vielen anderen ländern inzwischen abgeschafft.

Abgesehen davon, dass es, wie ich an anderer Stelle schon einmal erwähnt habe, durchaus Kulturen gibt, in denen es keine Prostitution gibt. Es ist also für die Menscheit kein „Muss“.

Du möchtest nicht wirklich sagen, dass eine Frau, die auf
einen Menschenhändler hereinfällt, selbst schuld daran ist,
wenn sie dann zur Prostitution gezwungen wird, oder?

Warum eigentlich nicht?
In gewisser Weise eben doch.

Mädchen und Frauen wie Yamina sind selbst schuld?

Und es ist, da sie ja selbst schuld daran sind, dann auch in Ordnung für Freier sie zu „benutzen“?

Wie heißt es so schön? „Bleibe im Lande und nähre dich
redlich!“

Auch deutsche Prostituierte können Zwangsprostituierte sein: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sachsens… Auch selbst schuld daran?

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Hi!

Grundsätzlich geht es darum, dass Prostitution - auch
freiwillige - der Menschenwürde widerspricht.

Na, dann auf zur Verfassungsklage!
Aus meiner Sicht widerspricht auch ein generelles Verbot der Prostitution der Menschenwürde, weil zur Würde des Menschen halt auch gehört, autonome Entscheidungen treffen zu können, solange sie nicht Dritte benachteiligen.

  1. Man vergleiche, dass Deutschland heute mind. 100 mal so
    viele Prostitutierte hat wie Schweden zum Zeitpunkt des
    Verbots (bei nur ca. 10-facher Einwohnerzahl).
    Das ist eine völlig andere Dimension.
    Zudem ist Deutschland -ohne adäquate
    Grenzkontrollmöglichkeiten- von südlichen, östlichen und
    westlichen Nachbarn umgehen, die alles anders als schwedische
    Zustände haben.
    Vollkommen illusorisch, das Schweden-Modell auf Deutschland
    übertragen zu können, selbst wenn man aus ideologischen
    Gründen die Prostitution ganz weg haben möchte.

Dass mehr Arbeit/aufwändiger/personalintensiver wäre, es in
Deutschland umzusetzen, kann ja wohl kein Argument sein, oder?

Für jemanden, dem es ganz allein um das ideologische Prinzip geht, zieht das Argument freilich nicht.
Ansonsten ist es natürlich eine Frage, was es „kostet“ (auch im nicht-ökonomischen Sinn gemeint), wenn man eine Szene mit oft genannten ca. 400.000 Prostituierten und wahrscheinlich mehreren Millionen Kunden kriminalisieren möchte.

In dem Artikel wird übrigens auch erwähnt, dass die
niederländische Polizei - in den Niederlanden gelten ähnliche
Rahmenbedingungen wie in Deutschland - schätzt, dass bis zu
90% der Prostituierten dies nicht freiwillig sind.

Interessant, schon wieder eine Zahl.
Vielleicht kannst du dann die Bezugsgruppe und die jeweiligen
Begriffsdefinitionen dazu nennen, sonst ist die Zahl völlig
sinnlos.

Wie wäre es, wenn du einfach den verlinkten Text lesen
würdest?

Hättest du ihn gelesen, wüsstest du, dass man im Text vergebens danach sucht.

Gruß
Tyll

1 Like

Aus meiner Sicht widerspricht auch ein generelles Verbot der
Prostitution der Menschenwürde, weil zur Würde des Menschen
halt auch gehört, autonome Entscheidungen treffen zu können,
solange sie nicht Dritte benachteiligen.

Mmmh, wenn ich mich autonom dazu entscheide, eine meiner Nieren zu verkaufen, benachteilige auch keine Dritten… Trotzdem darf ich das nicht.

Auch wenn du dich autonom entscheidest, von mir einen Kredit zu einem Zinssatz von, sagen wir einmal, 50% zu nehmen, hat der Gesetzgeber etwas dagegen.

Ansonsten ist es natürlich eine Frage, was es „kostet“ (auch
im nicht-ökonomischen Sinn gemeint), wenn man eine Szene mit
oft genannten ca. 400.000 Prostituierten und wahrscheinlich
mehreren Millionen Kunden kriminalisieren möchte.

In Schweden werden ja eben gerade nicht die Prostituierten kriminalisiert, sondern nur die Freier und die Zuhälter/Menschenhändler.

Und es verändert sich dadurch etwas im Denken der Männer - inzwischen befürwortet eine breite Mehrheit der schwedischen Bevölkerung die derzeitige Regelung.

Hättest du ihn gelesen, wüsstest du, dass man im Text
vergebens danach sucht.

Wenn du den Text gelesen hast und das weißt, warum fragst du mich dann? Der Text ist für Männer und Frauen gleich. ;o)

Billi

Hallo!

Aus meiner Sicht widerspricht auch ein generelles Verbot der
Prostitution der Menschenwürde, weil zur Würde des Menschen
halt auch gehört, autonome Entscheidungen treffen zu können,
solange sie nicht Dritte benachteiligen.

Mmmh, wenn ich mich autonom dazu entscheide, eine meiner
Nieren zu verkaufen, benachteilige auch keine Dritten…
Trotzdem darf ich das nicht.

Nein, weil es derzeit verboten ist.
Den Standpunkt, dass das Verbot nicht aus dem Konzept der Menschenwürde herleitbar ist, gibts aber durchaus.
Vgl. z.B. hier eine Zusammenfassung der Argumentationen:
http://books.google.de/books?id=cdyjtHQqO_QC&pg=PA11…
(Abschnitt II; S. 119-122)

Ansonsten ist es natürlich eine Frage, was es „kostet“ (auch
im nicht-ökonomischen Sinn gemeint), wenn man eine Szene mit
oft genannten ca. 400.000 Prostituierten und wahrscheinlich
mehreren Millionen Kunden kriminalisieren möchte.

In Schweden werden ja eben gerade nicht die Prostituierten
kriminalisiert, sondern nur die Freier und die
Zuhälter/Menschenhändler.

Weiß ich.
Mein Argument bezüglich der deutlich unterschiedlichen Größe der „Szene“, wird dadurch aber doch überhaupt nicht tangiert.

Und es verändert sich dadurch etwas im Denken der Männer -
inzwischen befürwortet eine breite Mehrheit der schwedischen
Bevölkerung die derzeitige Regelung.

Gab es zur Zeit der Änderung des Prostitutionsgesetzes in Schweden noch keine Mehrheit dafür?
Ich weiß es wirklich nicht, kann es mir aber kaum vorstellen, dass es gegen die Mehrheitsmeinung durchgepeitscht worden wäre.

Hättest du ihn gelesen, wüsstest du, dass man im Text
vergebens danach sucht.

Wenn du den Text gelesen hast und das weißt, warum fragst du
mich dann? Der Text ist für Männer und Frauen gleich. ;o)

Nö, Frauen stehen offenbar mehr als Männer auf sinn-, weil bezugslose Prozentangaben :wink:

Gruß
Tyll

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Moin,

Grundsätzlich geht es darum, dass Prostitution - auch
freiwillige - der Menschenwürde widerspricht.

Was bringt Dich zu dieser Aussage? Ist die Menschenwürde irgendwo definiert? Klar, es gibt eine Menschenrechtskonvention, aber die eigene Menschenwürde ist etwas zutiefst persönliches. Warum sollte eine Prostituierte es nicht unter ihrer Würde ansehen, unter 10 Euro als Friseurin zu verdienen, während sie hier eine wesentlich besser bezahlten Job hat. Und nicht jede® legt viel Wert auf eine besonderen sexuellen Umgang, was Heerscharen von One-night-stands beweisen. Und was ein Call-Agent an einer Telefonhotline einer Reklamationsnummer täglich erlebt, hat selten was mit Menschenwürde zu tun.

Über Zwangsprostitution sind wir uns alle einig, das darf es nicht geben.
Aber es gibt die normalen Ausnahmen, von denen keiner weiss, wie viele sie sind. Such mal nach „the happy whore“, eine Bloggerin, die interessante Aspekte aus ihrer Sicht beschreibt.

Wo beginnt denn die Grenze bei Dir? Was ist mit Tantramassagen? Oder den Sex-Therapeuten (http://www.filmstarts.de/kritiken/193256.html); oder ist die Grenze nur der Geschlechtsverkehr.

Viele sagen, im Sex ist alles erlaubt, solange es beiden gefällt. Warum fällt Bezahlung nach Deiner Ansicht nicht darunter?

Gruß

ALex

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Und auch diese Frau hatte nicht mit dir Sex, weil sie mit dir
in gegenseitigem Einverständnis ihre Sexualtät ausleben
wollte, sondern weil sie dir gegen Geld ihren Körper zur
Verfügung gestellt hatte, damit du diesen für deine und nur
deine Befriedigung benutzen konntest.

Traurig, aber wahr. Allerdings war es auch nicht meine Absicht, ihr sexuelle Lust zu verschaffen. Ich wollte sie benutzen. und dafür habe ich bezahlt. Damals hatte der Gedanke, dass es Frauen gibt, die für Geld ihre ansonsten sorgfältig gehüteten Tabus fallen lassen, noch was Erregendes für mich. Heute weiß ich, dass zumindest sehr viele Frauen sich gelegentlich mehr oder weniger prostituieren, um bestimmte Ziele zu erreichen. Sex gegen Leistung, daraus ist die Ehe, die menschliche Paarbindung entstanden, aber das will natürlich niemand wissen. Und deshalb ist die Prostitution, wo das unverbrämt und direkt stattfindet auch böse, während Sex gegen Abendessen gewöhnlich Verliebtheit genannt wird.

Letztendlich ist Sex mit einer Prostituierten auch nur
Selbstbefriedigung - mit dem Unterschied, dass man eben statt
eines Gegenstandes wie einer künstlichen Muschi oder einer
Gummipuppe einen anderen Menschen benutzt. Abgesehen davon
natürlich, dass es einem bei einem Menschen leichter fällt als
bei einer Gummipuppe, sich Illusionen hinzugeben.

Ja, da hast du vollkommen recht, deswegen halten immer noch so viele Ehen.

Schon klar, bestehen bleibt aber die Tatsache, dass es vor 100
und höchstwahrscheinlich vor 1000 Jahren auch schon Frauen
gab, die ihren Lebensunterhalt auf diese Art verdienten.

„Es war schom immer so“ ist „schon immer“ ein denkbar
schlechtes Argument für etwas. ;o)

Ach? Du denkst also, dass die Menschheit irgendwas gelernt hat?

Denkweisen und Wertvorstellungen können sich ändern - auch die
Todesstrafe gibt es beispielsweise „schon immer“, und trotzdem
wurde sie in Deutschland und vielen anderen ländern inzwischen
abgeschafft.

Jo und Schwule dürfen inzwischen heiraten. Und wenn sich die Vorzeichen nur ein wenig ändern, wird es wieder die Todesstrafe für Schwule geben.

Abgesehen davon, dass es, wie ich an anderer Stelle schon
einmal erwähnt habe, durchaus Kulturen gibt, in denen es keine
Prostitution gibt. Es ist also für die Menscheit kein „Muss“.

Dazu kann ich dir momentan nichts sagen, damit müsste ich mich erst mal beschäftigen.

Mädchen und Frauen wie Yamina sind selbst schuld?

Man könnte diese traurige Geschichte mit dem sexy Foto auch anders interpretieren: „Yamina kam zu Hause nicht klar, lief weg, ging auf die Straße, war zu faul zum arbeiten und ließ sich statt dessen, auf pure Versprechungen hin, lieber in ein fernes Land verfrachten.“

Sehr zynisch könnte man anmerken:
Zumindest war sie faul und dämlich. Nicht alle hübschen Teenager aus Nigeria, kommen als Nutte nach Deutschland, oder?

Und es ist, da sie ja selbst schuld daran sind, dann auch in
Ordnung für Freier sie zu „benutzen“?

Nein, natürlich nicht. Aber hat der Freier die Möglichkeit das zu erkennen? Hier müsste eben das Gesetz eingreifen.

Auch deutsche Prostituierte können Zwangsprostituierte sein:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sachsens…
Auch selbst schuld daran?

Was haben solche Ausnahmefälle mit der Realität zu tun? Natürlich können, so schlimm das auch ist, Frauen und Kinder üblen Verbrechern in die Hände fallen.

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In Schweden werden ja eben gerade nicht die Prostituierten
kriminalisiert, sondern nur die Freier

Was man sehr schön daran erkennt das die Zahl der sich in Pattaya, Angeles City, Fortaleza, Reperbahn,… geradezu explodiert ist…

Genial die Schweden.

Es ist geradezu gestört und pervers zu glauben dass sich Leute die sich aufgrund von Schüchternheit, mangelnder Optik, ungewandter Sprache,…etc. im Nachtleben ein wenig schwer tun mit Youporn zufrienden geben sollen.

Ups: Nein - Pornografie sollte deiner Meinung nach ja auch verboten werden, schließlich kann man auch da nicht sicher stellen dass die Frauen nicht dazu gezwungen werden…

Was sollen die Männer die keine abbekommen also deiner Meinung nach tun? Die entsprechenden Vorlagen willst du ja scheinbar auch abschaffen…

1 Like

Hallo Billi (leichter auszusprechen als बिल्ली),

Weil es einen fundamentalen Unterschied zwischen dem
freiwilligen, gegenseitigen Ausleben der jeweils eigenen
Sexualität und dem Benutzen eines menschlichen Körpers zur
einseitigen Befriedigung gibt.

Dein, und nicht nur Dein, Problem dabei ist, dass Du Deine persönliche Definition von „Würde“ als allgemeingültig ansiehst.

Ich persönlich würde z.B. auch nicht in einem feministischen Pornonfilm mitspielen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_feministischer_Po…

…ich respektiere aber jene Frauen und(!) Männer, die das tun.

Außerdem: Warum ist immer sofort von „Würde“ die Rede, sobald es um sexuelle Dinge geht?

Einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen, ob bezahlt oder nicht, ist m.E. niemals „würdelos“. Noch nicht einmal im SM-Bereich, wenn sich z.B. jemand sich freiwillig „zwingen“ lässt, eine schwarze Maske anzuziehen und auf allen Vieren herumzukriechen oder sonst was.

Wie gesagt: Meine Sache wäre das nicht, aber soll man das verbieten, weil es von einigen Leuten als „würdelos“ angesehen wird?

Oder nehmen wir Matrosen: Wie soll ein Matrose mit ein paar
Tagen Landurlaub in irgendeinem Hafen einen ONS, geschweige
denn eine Freundin oder Geliebte finden?

Ja, und so ein Astronaut auf der ISS erst…

Ganz richtig. Auch der Astronaut der ISS wird, sobald er auf die Erde zurückgekehrt ist und sich wieder an die Schwerkraft gewöhnt hat, womöglich eine Prostituierte aufsuchen, wenn er keine Ehefrau oder Partnerin hat.

Würdest Du es ihm verdenken?

Will man wirklich einen Matrosen, der nach sechs Wochen auf
See bei einem kurzen Landurlaub eine Prostituierte aufsucht,
zum „Kriminellen“ erklären?

Auch ein Matrose hat, wie jeder andere Mann auch,
grundsätzlich die Möglichkeit, durch seine Persönlichkeit
Frauen davon zu überzeugen mit ihm eine Beziehung einzugehen
und/oder einvernehmlichen Sex zu haben.

Bei ein paar Tagen Landurlaub? Wie stellst Du Dir das vor? Rate mal, warum gerade Hafenstädte wie Hamburg oder Amsterdam für ihre „Rotlichtszene“ berühmt sind.

Und wenn ihm das nicht gelingt, gibt es immer noch
Selbstbefriedigung - keine Angst, davon verkümmert das
Rückenmark nicht!

Nein, kann aber den Geschlechtsakt mit einem anderen Menschen auf die Dauer nicht ersetzen.

Warum wohl gibt es sogenannte „Sexualbegleiterinnen“ für Behinderte?

http://www.spiegel.de/panorama/leute/sexualbegleiter…
qsxcxxxxxx

http://www.youtube.com/watch?v=JSXNOTPMzDY

Überhaupt: behinderte Freier.

Wenn es um das „Anprangern“ von Freiern geht, geht es ja wohl um nichtbehinderte Freier.

Ich vermute mal, nicht einmal in Schweden würde man es wagen, einen behinderten Freier wegen des Besuchs einer Prostituierten zu bestrafen. Der behinderte Freier kann „hocherhobenen Hauptes“ in ein Bordell gehen, und sich dabei sogar von einem Fernsehteam begleiten lassen, so wie z.B. der Engländer Asta Philpot dies getan hat:

http://en.wikipedia.org/wiki/Asta_Philpot

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/7057929.stm

http://filmfernsehen.brash.de/2012/07/12/asta-philpo…

http://www.zdf.de/aspekte/Hasta-la-Vista-23322874.html

Der behinderte Freier ist in dieser speziellen Hinsicht privilegiert, durch seine Behinderung gewissermaßen „geschützt“ - vor den feministischen „Moralapostelinnen“. Und diese Tatsache zeigt: Jenen Frauen in Schweden, Deutschland und sonst wo, die Freier bestrafen wollen, geht es natürlich nicht in erster Linien um den „Schutz der Frauen“ - wenn das so wäre, würden die Feministinnen sich nämlich mit den Prostituierten an einen Tisch setzen und diese fragen : „Was wollt ihr? Was wünscht ihr euch? Was schlagt ihr vor?“

Aber das interessiert jene Feministinnen, die Freier bestrafen wollen, ja überhaupt nicht, sondern diesen Frauen geht es nur darum, den Männern, allerdings, wie gesagt, den nichtbehinderten Freiern, welche ihr Feindbild sind, „in die Suppe zu spucken.“

Oder einen Lastwagenfahrer, der nach mehrwöchiger Fahrt
irgendwo in der südeuropäischen Pampa eine Pause macht? Ist
der zum „Zölibat“ (bzw. zur Masturbation) verurteilt?

Was genau wäre daran so schlimm?

Siehe oben.

Außerdem wird es auch bei Heterosex Abgrenzungsprobleme geben:
Würden z.B. auch Ehen von deutschen Männern mit Frauen aus
Fernost automatisch als „Prostitution“ gewertet werden? Warum?
Weil der Mann älter ist? Weil die Frau aus einem
Drittwelt-Land stammt?

Der Katalogheiratsmarkt ist tatsächlcih ein weiteres
Problemfeld, das imho noch nicht ausreichend bearbeitet ist.
Allerdings bringt die Heirat den nach Deutschland verkauften
Frauen zumindest ein paar Rechte ein.

Also, um mal dieses Klischee aufzugreifen, wenn „Herr Grundwürmer“ zu seiner „Mai Ling“ über einen Katalog gekommen wäre, wäre das zu verurteilen, auch dann, wenn Mai Ling als erwachsene Frau sich autonom selbst entschieden hat, diesen Weg zu gehen? Aber wenn er sie während eines Thailandurlaubes persönlich kennengelernt hätte, dann wäre das o.k.?

Übrigens gibt es auch Sextourismus bei Frauen, worüber sogar die „Emma“ berichtet:

http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2007/emma-das-heft…

Aber das ist aus Sicht jener Feministinnen, die Freier bestrafen wollen, natürlich „ganz was anderes“, nicht wahr?

Noch einmal: Eine Prostituierte lebt nicht ihre eigene
Sexualität aus, sondern stellt lediglich ihren Körper - quasi
als Ware - zur Verfügung.

Du wirfst mir immer wieder vor, ich würde von „den“ Feministinnen sprechen, aber sprichst selber von „den“ Prostituierten? Warum?

Es soll sogar Prostituierte geben, die bei ihrer Arbeit einen Orgasmus erleben:

http://www.bz-berlin.de/archiv/wenn-huren-einen-orga…

Aber selbst jene Prostituierten, die keinen Orgasmus bekommen, können ihre Tätigkeit durchaus gerne ausüben, weil sie Spaß am Sex an sich haben, auch ohne Orgasmus. (Außerdem: Auch Männer kommen ja nicht immer beim Sex zum Orgasmus).

Wieso glaubst Du, dass Deine vorurteilsbeladene „Palmström“-Sicht der Dinge, „dass nicht sein kann, was nicht sein darf“ immer der Realität entspricht?

Der schwedischen Gesetzgebung liegt
zugrunde, dass dies der Menschenwürde widerspricht, auch wenn
es freiwillig geschieht.

Ich weiß zwar nicht genau, wie die Schweden ihr Gesetz konkret begründen. Aber wie ich schon oben schrieb: Einvernehmliche Sexualität ist m.E. niemals würdelos, auch nicht dann, wenn sie bezahlt ist.

Es gibt übrigens auch andere Dinge, die von Gesetzes wegen
verboten sind, auch wenn man sich ganz freiwillig dafür
entscheiden könnte - ich dürfte z.B. auch nicht ganz
freiwillig eine meiner Nieren verkaufen.

Eine Organtransplantation mit einvernehmlichem Sex zu vergleichen ist schon sehr abenteuerlich. (Ok, beim Geschlechtsverkehr wird auch ein bestimmtes „Organ“ gewissermaßen „verpflanzt“, aber eben nur vorübergehend :wink: ).

Wenn überhaupt, dann könnte man bezahlten Sex vielleicht(!) mit bezahlter Samenspende von Männern vergleichen:

http://www.samenbank-samenspende.de/geld-verdienen-a…

Und was deinen Manfred Kabiefke (interessant übrigens, dass du
anscheinend davon ausgehst, dass seine übergewichtige, stark
kurzsichtige und als Fleischfachverkäuferin arbeitende
Schwester Erika keine sexuellen Bedürfnisse hat; interessant
auch, dass für dich nur die körperliche Attraktivität zählt)

Alles was Manfred darf, darf Erika selbstverständlich auch. Ich
bin der Letzte, der in Fragen der Sexualität bei Männern und Frauen mit zweierlei Maß misst. Nur sollte das dann umgekehrt bitte auch gelten. Stichwort, wie gesagt, weiblicher Sextourismus:

http://www.srf.ch/player/tv/rundschau/video/weiblich…

Im Übrigen war mein Beispiel mit „Manuel Rodrigues“ und „Manfred Kabiefke“ natürlich ganz bewusst überzeichnet.

angeht: Ja, es hat zwar grundsätzlich jeder das Recht, seine
Sexualität auszuleben, aber es gibt kein Grundrecht auf
sexuelle Erfüllung. Schon gar nicht auf Kosten anderer.
Übrigens auch nicht für Menschen, die dem gängigen
Schönheitsideal entsprechen. ;o)

Stimmt. Es gibt kein „Recht auf Sex“ an sich. Es gibt ein „Recht auf Sex“ ja noch nicht einmal in der Ehe, weshalb ja - endlich - seit 1997 in Deutschland Vergewaltigung auch innerhalb der Ehe strafbar ist. Und das ist auch richtig so.

Es gibt aber sehr wohl ein Recht von zwei (oder, falls gewünscht, ggf. mehr) Erwachsenen, einvernehmlichen Sex zu haben, ohne dass das einen Dritten, insbesondere den Staat, was angeht, egal ob der einvernehmliche Sex nun bezahlt ist oder nicht.

Den entscheidenden Unterschied zwischen Schweden auf der einen
Seite und den Niederlanden und Deutschland bringt der
verlinkte Artikel übrigens sehr schön auf den Punkt:
„Heutzutage wächst ein kleiner Junge in Schweden mit der
Tatsache auf, dass es ein Verbrechen ist Sex zu kaufen.“

In Deutschland wächst man auch damit auf, dass es verboten ist, Cannabis zu rauchen. Meinst Du, das beeindruckt irgendwen?

Ein kleiner Junge in den Niederlanden wächst mit dem Wissen auf,
dass Frauen in Schaufenstern sitzen und wie Massenprodukte
bestellt werden können."

Ich weiß nicht genau, ob der „Red-Light-Distrikt“ in Amsterdam für Minderjährige gesperrt ist wie z.B. die Herbertstraße in Hamburg. Wenn das nicht so ist, sollte das jedenfalls selbstverständlich so sein.

Ansonsten ist es alleine die Angelegenheit jener Frauen, die sich so präsentieren wollen.

Oder aber es würde als „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ eingestuft und deshalb verboten, wie es ja auch verboten ist, nackt auf der Straße herumzulaufen. Auch dafür hätte Verständnis. Dann wäre halt die „öffentliche Nacktheit“ (oder „Halbnacktheit“) das Verbotene, aber nicht die Prostitution an und für sich.

Wie gesagt, Pornografie, auch feministische Pornografie ( http://videos.arte.tv/de/videos/schweden_feministisc… ), ist ja auch nicht an sich verboten, nur das Zugänglichmachen an Minderjährige.

Gruß

Billi

Gruß Jasper

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Hallo!

Weil es einen fundamentalen Unterschied zwischen dem
freiwilligen, gegenseitigen Ausleben der jeweils eigenen
Sexualität und dem Benutzen eines menschlichen Körpers zur
einseitigen Befriedigung gibt.

Dein, und nicht nur Dein, Problem dabei ist, dass Du Deine
persönliche Definition von „Würde“ als allgemeingültig
ansiehst.

Billi wird das vielleicht noch selbst sagen, aber da ich es gerade lese …
Es ist nicht ihre „private“ Definition, sondern z.B. die schwedische Gesetzgebung zur Prostitution, aber m.W. auch die alte deutsche Gesetzgebung dazu, beruht auf dieser Sichtweise.
Überhaupt ist es die Sichtweise der alten politischen Konservativen und bestimmter heutiger Feministinnen.

Einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen, ob bezahlt
oder nicht, ist m.E. niemals „würdelos“.

Das ist nun deine Sichtweise, die du ebenfalls nicht als die allgemeine voraussetzen kannst, denn das Konzept der Menschenwürde besitzt eben auch eine objektive Komponente, die durch die subjektive Zustimmung nicht vollständig aus dem Spiel genommen werden kann.
Es geht um die Würde des Menschen, niemals ausschließlich um die Würde zweier x-beliebiger Menschen.
Deine ‚subjektivistische‘ Position halte ich für eine hyperliberalistische Reduktion des Konzepts der Menschenwürde.
So wie ich die rein ‚objektivistische‘ Sichtweise, die du kritisierst, für eine hyperkonservative, im Kern (uneingestanden) religiöse, Sichtweise halte.

Aber das führt jetzt ins Uferlose :wink:

Gruß
Tyll

Hallo!

Weil es einen fundamentalen Unterschied zwischen dem
freiwilligen, gegenseitigen Ausleben der jeweils eigenen
Sexualität und dem Benutzen eines menschlichen Körpers zur
einseitigen Befriedigung gibt.

Dein, und nicht nur Dein, Problem dabei ist, dass Du Deine
persönliche Definition von „Würde“ als allgemeingültig
ansiehst.

Billi wird das vielleicht noch selbst sagen, aber da ich es
gerade lese …
Es ist nicht ihre „private“ Definition, sondern z.B. die
schwedische Gesetzgebung zur Prostitution,

Woher weißt Du, was der konkrete Wortlaut der schwedischen Gesetzgebung zur Prostitution ist? Kann man den irgendwo nachlesen auf Englisch (oder, zur Not, auf Schwedisch, nehme ich eben den Google-Übersetzer)?

Einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen, ob bezahlt
oder nicht, ist m.E. niemals „würdelos“.

Das ist nun deine Sichtweise, die du ebenfalls nicht als die
allgemeine voraussetzen kannst, denn das Konzept der
Menschenwürde besitzt eben auch eine objektive Komponente, die
durch die subjektive Zustimmung nicht vollständig aus dem
Spiel genommen werden kann.

Deshalb schrieb ich ja auch „m.E.“, „meines Erachtens“.

Es geht um die Würde des Menschen, niemals ausschließlich um
die Würde zweier x-beliebiger Menschen.

Das habe ich schon verstanden, aber das ist nicht nur meine persönliche Sichtweise. Als Alice Schwarzer im Jahre 1978 gegen die Illustrierte „Stern“ klagte, weil der „Stern“ (wieder mal) ein wie auch immer geartetes Nackt- oder Halbnacktfoto einer Frau auf seinem Titelbild hatte, hat Frau Schwarzer ja auch so „argumentiert“: Dies verletze aus ihrer Sicht die Würde aller Frauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus-Klage

Und deshalb hatte sie den ganzen „Stern“ verklagt. Nach meiner Weltanschauung hat aber, wenn schon, nur diese eine Frau, die sich freiwillig so hat fotografieren ihre eigene, individuelle Würde verletzt. Auch das sehe ich nicht so, aber das hätte wenigstens Sinn gemacht.

Aber wenn Frau Schwarzer damals schon der Meinung war, dieses Nackedei-Titelbild des „Stern“ verletze aus ihrer Sicht angeblich die Würde aller Frauen, dann hätte sie m.E. konkret das damalige Fotomodell, also genau jene Frau verklagen müssen, die sich freiwillig so hat fotografieren lassen, nicht aber den ganzen „Stern“.
So ist meine Weltanschauung. Ich sehe jeden erwachsenen Menschen, auch jede erwachsene Frau, als autonom handelndes und also auch als individuell verantwortliches Individuum. Ich nehme den einigen (sind nicht alle, ich weiß) Feministinnen gar nicht übel, dass sie gegen Aktfotografie, Pornografie und Prostitution sind - oder, wie gesagt, gegen den Schleier bei muslimischen Frauen. Ich nehme ihnen aber sehr wohl übel, dass jene einige Feministinnen alle Frauen, die nicht ihrer Meinung sind, zu Schwachsinnigen degradieren, die man von der „bösen Männerwelt“ beschützen müsse.

In der schwedischen Gesetzgebung zur Prostitution schlägt sich das nämlich so nieder, dass wenn ein Freier mit einer Prostituierten „erwischt“ wird, und dann nur der Mann bestraft wird, sogar dann, wenn völlig zweifelsfrei und unbestritten die Frau freiwillig, von sich aus sich prostituiert hat (also ohne Zuhälter o.Ä), trotzdem, wie gesagt, nur der Mann bestraft wird - und nicht wenigstens beide, Freier und Prostituierte - die Frau degradiert wird zur „strafunmündigen Schwachsinnigen“ - wohingegen dem Mann die alleinige „Strafmündigkeit“ zugebilligt wird. Das finde ich würdelos für die Frau.

Deine ‚subjektivistische‘ Position halte ich für eine
hyperliberalistische Reduktion des Konzepts der Menschenwürde.
So wie ich die rein ‚objektivistische‘ Sichtweise, die du
kritisierst, für eine hyperkonservative, im Kern
(uneingestanden) religiöse, Sichtweise halte.

„Religiös“ wäre für mich, wenn man sagt: „Jeder Sex außerhalb der Ehe ist verboten und gehört bestraft.“ - das sehe ich natürlich auch nicht so, und würde dem auch heftig widersprechen. Das wäre aber wenigstens konsequent und logisch.

Aber zu sagen: „Wir haben nicht das Geringste gegen vorehelichen, nichtehelichen, außerehelichen, nebenehelichen Sex, solange nur Geld dabei keine Rolle spielt. Und wenn der bezahlte Sex doch stattfindet, bestrafen wird nur denjenigen, der zahlt, den sich-bezahlen-lassenden Part nicht.“ - das ergibt für mich unter dem Aspekt des autonomen, mündigen weiblichen wie männlichen Individuums, keinen Sinn.

Aber das führt jetzt ins Uferlose :wink:

Manchmal lohnt es sich aber, auch mal ein bisschen vom Ufer wegzuschwimmen. :smile:

Gruß
Tyll

Gruß Jasper-

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Zum ‚Spiegel‘-Artikel
Hallo Walkuerax,

ein Tipp: Lies mal unter dem von Dir verlinkten „Spiegel“-Artikel den ersten Leserkommentar.

Und folge dem im Kommentar angegebenen Link.

Gruß Jasper

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Hallo!

Woher weißt Du, was der konkrete Wortlaut der schwedischen
Gesetzgebung zur Prostitution ist?

Ich kenne den Wortlaut nicht (finde ich auch nicht so wichtig, denn der hat ja vermutlich in erster Linie mit der spezifisch schwedischen Rechtstradition zu tun, die für unsere Debatte keinen Belang hat), aber z.B. in diesem offiziellen Kommissionsbericht steht in der englischen Zusammenfassung:

_Since it was introduced, the ban on the purchase of sexual
services has caused debate in Sweden and internationally. Despite
the official position, there is still a debate in Sweden regarding
attitudes to prostitution. Those who defend prostitution argue that
it is possible to differentiate between voluntary and non-voluntary
prostitution, that adults should have the right to freely sell and
freely purchase sex, and that the ban on the purchase of sexual
services represents an outdated position, based on sexual moralism.
However, based on a gender equality and human rights perspective ,
and shifting focus away from what is being offered, i.e. those who
are exploited in prostitution, to demand, i.e. traffickers, procurers
and sex purchasers, the distinction between voluntary and nonvoluntary prostitution is not relevant. _

http://www.regeringen.se/content/1/c6/14/91/42/ed1c9…

Oder siehe auch:

_Schweden als Vertreter der Ansicht Prostitution widerspreche der Menschenwürde, sieht in ihr einen
Ausdruck für die bestehende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, die solange bestehen bliebe,
wie es Männern möglich ist, Frauen zu kaufen und verkaufen zu können.
Kvinnofrid (Frauenfrieden)

  • das schwedische „Gesetz über den Kauf sexueller Dienstleistungen“ von 1999 ist als Teil des
    Menschenwürdeprinzips ein Kernstück des Konzeptes der Gleichberechtigung von Mann und Frau._

http://www.sw.fh-jena.de/dat/publikationen/Schriften…
(S. 11)

Einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen, ob bezahlt
oder nicht, ist m.E. niemals „würdelos“.

Das ist nun deine Sichtweise …

Deshalb schrieb ich ja auch „m.E.“, „meines Erachtens“

M.E. -> deine Sichtweise … passt doch

Es geht um die Würde des Menschen, niemals ausschließlich um
die Würde zweier x-beliebiger Menschen.

Das habe ich schon verstanden, aber das ist nicht nur meine
persönliche Sichtweise.

Nein, natürlich nicht nur deine.
Es ist eine liberalistische Interpretation der Menschenwürde.

In der schwedischen Gesetzgebung zur Prostitution schlägt sich
das nämlich so nieder, dass wenn ein Freier mit einer
Prostituierten „erwischt“ wird, und dann nur der Mann bestraft
wird, sogar dann, wenn völlig zweifelsfrei und unbestritten
die Frau freiwillig, von sich aus sich prostituiert hat (also
ohne Zuhälter o.Ä), trotzdem, wie gesagt, nur der Mann
bestraft wird - und nicht wenigstens beide, Freier und
Prostituierte - die Frau degradiert wird zur „strafunmündigen
Schwachsinnigen“ - wohingegen dem Mann die alleinige
„Strafmündigkeit“ zugebilligt wird. Das finde ich würdelos für
die Frau.

Genau so würde ICH es auch sehen.
Aber die Schweden shifteten eben den Fokus away (siehe oben das Zitat).

Gruß
Tyll

Nachtrag
Die ganze Reportage des von der BBC begleiteten Bordellbesuches in Spanien durch den körperbehinderten Engländers Asta Philpot zusammen mit zwei anderen Behinderten, „For One Night Only - Asta Philpot“, kann man hier sehen:

http://vimeo.com/5380803

…und den darauf beruhenden belgischen Spielfilm „Hasta La Vista - Pflücke das Leben“ hier:

http://www.youtube.com/watch?v=s1c-x3f1oJs

Gruß Jasper

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Hallo Tyllmesz,

Ich kenne den Wortlaut nicht (finde ich auch nicht so wichtig,
denn der hat ja vermutlich in erster Linie mit der spezifisch
schwedischen Rechtstradition zu tun, die für unsere Debatte
keinen Belang hat), aber z.B. in diesem offiziellen
Kommissionsbericht steht in der englischen Zusammenfassung:

Since it was introduced, the ban on the purchase of sexual
services has caused debate in Sweden and internationally.
Despite
the official position, there is still a debate in Sweden
regarding
attitudes to prostitution. Those who defend prostitution argue
that
it is possible to differentiate between voluntary and
non-voluntary
prostitution, that adults should have the right to freely sell
and
freely purchase sex, and that the ban on the purchase of
sexual
services represents an outdated position, based on sexual
moralism.
However, based on a gender equality and human rights
perspective
,
and shifting focus away from what is being offered, i.e. those
who
are exploited in prostitution, to demand, i.e. traffickers,
procurers
and sex purchasers, the distinction between voluntary and
nonvoluntary prostitution is not relevant.

http://www.regeringen.se/content/1/c6/14/91/42/ed1c9…

Also, von „Würde“ (dignity) ist dem von Dir „ausgegrabenen“ (vielen Dank dafür!) Text aber keine Rede, sondern nur von „Geschlechtergleicheit“ und „Standpunkt der Menschenrechte“ - was noch m.E. noch absurder ist, denn wieso verletzt einvernehmlicher Sex, wenn er bezahlt ist, die „Menschenrechte“ oder die „Geschlechtergleichheit“?

In der schwedischen Gesetzgebung zur Prostitution schlägt sich
das nämlich so nieder, dass wenn ein Freier mit einer
Prostituierten „erwischt“ wird, und dann nur der Mann bestraft
wird, sogar dann, wenn völlig zweifelsfrei und unbestritten
die Frau freiwillig, von sich aus sich prostituiert hat (also
ohne Zuhälter o.Ä), trotzdem, wie gesagt, nur der Mann
bestraft wird - und nicht wenigstens beide, Freier und
Prostituierte - die Frau degradiert wird zur „strafunmündigen
Schwachsinnigen“ - wohingegen dem Mann die alleinige
„Strafmündigkeit“ zugebilligt wird. Das finde ich würdelos für
die Frau.

Genau so würde ICH es auch sehen.

Na, das ist ja schön, dass wir uns hier einig sind. :smile:

Aber die Schweden shifteten eben den Fokus away (siehe oben
das Zitat).

Ja - zur „feministischen“ (?) Perspektive, dass jene Frauen, die sich nachweislich freiwillig prostituieren, anscheinend aus Sicht jener Frauen „geistesschwach“ sein müssen und deshalb als „nicht strafmündig“ und „schuldunfähig“ zu gelten haben - weshalb nur der Freier bestraft wird.

Absurd, eigentlich.

Gruß Jasper.

Hallo,

ich habe in beide hereingeschaut, aber beim ersten „Drüberlesen“ nichts zum Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution gefunden.

Steht zu diesem Thema etwas drin? Oder wird pauschal abgestritten, dass Menschenhandel und Zwangsprostitution ein nennenswertes Problem sei? Könntest Du die passenden Passagen etwas spezieller zusammenfassen (damit wir nicht pauschal aneinander vorbeireden).

Ich interessiere mich nur für das Problem der Zwangsprostitution. Wenn man die effektiv unterbinden kannn (wobei ich allerdings pessimistisch bin), bin ich bereit Prostitution als Privatsache anzusehen. Ich würde einen „überzeugten Freier“ nicht unbedingt als engen Bekannten oder gar Ehemann akzeptieren, aber der Drang etwas zu verbieten setzt bei mir erst beim Thema Zwangsprostitution und Menschenhandel ein.

Schönen Abend,
Walkürax

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