Was ist die Meinung hier dazu?

Hallo

Das das aber scheinbar nicht der Fall war - so gut keinen ich die deutschen „Nachrichten“ nicht - vermute ich mal, daß keine Behinderung vorlag, die einen Lautsprecher nötig machen.

Dann wollte sie ja vielleicht Sprachen lernen.

Ansonsten sollte man es weder an den Lautsprechern festmachen, die ja nun wirklich das Allerbilligste an der Sache sind, noch an der konkreten Frau, die da geklagt hatte. Es wurde vom Gericht festgestellt, dass ein PC generell nicht notwendig ist. Darum geht es doch.

MfG

Hallo,

in der Tat kann ich auch nicht erkennen, dass ein Computer zur
geordneten Haushaltsführung notwendig ist.

Hängt damit zusammen, dass du ein totaler Theoretiker bist.

Nein. Ich kann sogar praktisch meinen Haushalt ohne PC führen.

Eine eingerichtete und warme Wohnung, eine Krankenversorgung,
genug zum Beißen, ein Fernseher und GEZ, Sozialticket,
vergünstigter Eintrit in Schwimmhalle etc. pp. sind
Leistungen, die ausreichend sein sollten.

In der Theorie stimmt das. Aber die Praxis ist, dass kaum eine
Leistung so bezahlt wird, wie sie wirklich kostet: da sind
dann gemittelte 57 Cent täglich (Wert geschätzt, nur als
Beispiel) für’s Ticket vorgesehen - blöderweise kostet das
aber nicht 57 Cent oder „30 (Tage) * 57 Cent“, sondern einen
Betrag, der einfach nicht mit dem dafür vorgesehenen
Teilbetrag des Hartz IV-Satzes gedeckt werden kann.
Das kann man so für sämtliche Posten durchspielen und das
Ergebnis ist, dass kaum eine Ausgabe tatsächlich zu dem Betrag
passt, der offiziell dafür vorgesehen ist.

Das wird man nie erreichen. Es sei denn die Leistungsbezieher legen einfach ihre Ausgabenbelege vor und bekommen alles erstattet.
Es ist aber vielleicht nochmal darauf hinzuweisen, dass die Leistungen für die Alg2-Empfänger nicht einen Durchschnitts- sondern einen Mindeststandard sichern sollen. Vielleicht kann man auch seine Wege zu Fuss oder mit dem Fahrrad bewältigen?

Es geht aber nicht um „in der Mehrheit vorhanden“

Genau das war aber die Argumentation.

sondern ein PC ist heute schlichtweg wichtig

Aber eben nicht notwendig

um sich zu informieren, zu kommunizieren, um auch als Arbeitnehmer gängige Qualifikationen zu erwerben.

O.K. dafür haben die Jobcenter sicherlich entsprechende Angebote.

  1. Die Lehrer sollten mal ein bißchen darüber nachdenken, wer
    da vor ihnen sitzt.

Ja, sollen sie. Es ist aber wieder mal Theorie und Praxis. Es
passiert nun mal, dass in den Schulen PC-Kenntnisse
vorausgesetzt werden, in fast allen Haushalten PC’s vorhanden
sind und dann eine Erwartung entsteht, Arbeiten darauf zu
erledigen.

Trotzdem sollte man von unsere studierten Pädagogen erwarten können, dass sie einschätzen können, in welchem Bezirk ihre Schule liegt und welcher Schicht ihre Schüler angehören.

Weil es ja auch total realistisch und durchführbar ist, dass
diese Schüler ihre Aufgaben jeden Tag in der Schule erledigen.

Ja. Es soll sowas wie Ganztagesschulen geben. Oder man schaut einfach mal wie etwa in Finnland Schule funktioniert. Die PISA-Studien und ihre Ergebnisse sind sicher noch in Erinnerung geblieben?

Es gibt genügend Lehrer, die dort die Aufsicht führen usw.
Das ist wieder mal eine völlig theoretische Idee, die in der
Praxis schlicht niemals durchführbar wäre. Und im Bezug auf
die Kosten ist ein PC-Zuschuss für einen preiswerten
Gebrauchten allemal preiswerter als Lehrer, die jeden Tag in
der Schule die Hausaufgabenaufsicht an den Schul-PC’s führen.
Wäre zwar pädagogisch sinnvoll und würde Lehrerstellen
schaffen, aber da käme dann ja wieder dein Kostenargument,
denn der Steuerzahler muss diese Lehrer finanzieren.

Es gibt Länder in denen das funktioniert.

Das würde dann auch gleich vermeiden, dass
damit nur rumgespielt oder das Geld dafür in Bier, Kippen und
Handy investiert wird.

Weil ja auch jeder Transferleistungsbezieher ein Schmarotzer
ist.

Wo habe ich das geschrieben?

Du bedienst hier wieder die billigste Polemik und merkst
nicht, dass du gegen die Falschen schießt.

Nein, das ist eher eine Unterstellung.

Man könnte sämtlichen Transferleistungsbeziehern goldene Wasserhähne
spendieren wenn die Milliarden nicht im Finanzsystem verbrannt
würden…

Wieviel Milliarden aus Steuergeldern sind verbrannt? Wieviele Haushalte von Transferleistungsbeziehern existieren? Was kostet ein goldener Wasserhahn? Gerade bei den Goldpreisen heute?

Aber das regt dich nicht auf. Stattdessen wieder mal
pauschal alle Bezieher sozialer Leistungen verunglimpfen,

Das ist eine Unterstellung.

wegen ihrer lächerlichen 359 EUR.

Na wir wollen fair sein. Auch die Kosten der Unterkunft, Krankenversicherung, Ersteinrichtung einer Wohnung, GEZ-Befreiung etc. pp. sollten beziffert werden. Da kommt man ganz leicht auf einen mehr als doppelt so hohen Betrag.

Und du kennst bestimmt auch viele Studenten, die tatsächlich
ihr gesamtes Studium am PC in der Uni absolviert haben und für
jeden kleinen Mist, jede kleine Info, die sie gerade brauchen,
in die Uni fahren…

Ja. Manche wohnen sogar auf dem Campus.

Du solltest vielleicht mal einen Realitätscheck machen bevor
du weiter unsinnige Theorien in die Welt setzt, die überhaupt
nicht die Lebensrealität erfassen.

Das was vielleicht wünschenswert oder Durchschnitt ist, muss nicht zwangsläufig auch das Notwendige sein.

Grüße

Hallo Pontius,

stopp: es würde keine Frage gestellt,sondern generell nach der Meinung gefragt.Dazu wurde einfach ein Link eingestellt.
Die Frage die du meinst,wurde dann von Teilen der Antwortenden formuliert.

Aus diesen Antworten wiederum ergeben sich zwangsläufig meine Fragen, will man seriös und ohne Einfärbungen diskutieren.

Quintessenz von diesen publizierten Einzel-Urteilen ist die Hoffnung, dass damit eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die wirklichen Ursachen angestoßen wird.
Allerdings müssen dazu schon die richtigen Fragen gestellt werden.

muslima

Hallo

Man könnte auch das komplette Sozialsystem abschaffen denn es gibt immer irgendeinen Nachbarn, Verwandten oder eine Waldhütte, wo man unterschlüpfen könnte.

darum geht es nicht.

Du hast die Nachbarschafts- und Bekanntschaftshilfe aber in die Diskussion gebracht. Da kannst du doch jetzt nicht einfach sagen, darum ginge es nicht. Oder fällt dir kein Argument dazu ein?

Es sind ja übrigens oft gerade die Hilfebedürftigen, die kein soziales Netzwerk haben. Die haben teilweise diese ganzen Informationen gar nicht, die die meisten Leute für so selbstverständlich halten. Und die kriegen vielleicht auch nie einen PC als Geschenk angeboten. Diese ganzen verschenkten älteren PCs bleiben meistens in den Familien, oder gehen auch schon mal an die Freunde der Kinder. An arme Leute, mit denen man nichts zu tun hat, werden die eher selten verschenkt.

Lautsprecher, Tastatur, Maus. All dies kostet in der einfachen Ausführung nicht mehr als zehn Euro.

Du weißt eben nicht, wie viel Geld zehn Euro sein können, wenn man weniger als (oder gerade eben) das Nötigste zum Leben hat.

Im übrigen hätte das Gericht doch auch weniger als die beantragten 737,40 Euro bewilligen können (oder geht das nicht?), es hat aber festgestellt, dass ein PC generell nicht notwendig sei.

Viele Grüße

http://www.tagesschau.de/inland/hartzcomputer100.html

also ich hab mit „ja, hartz-4-empfänger können auch ins internet-café gehen“ gestimmt.

ich muss mir meine computer erarbeiten und ich find es schon unglaublich ungerecht, dass ein hartz-4-empfänger eine wohnung fertig möbeliert bekommt.
die arbeitende bevölkerung zahlt jahre lang rechnungen ab, um dafür gerade zu stehen, was sie sich leistet.

in thailand, indien und anderen doch schon relativ reichen ländern, wo wir so gerne in den urlaub hinfahren, wohnen die menschen in hütten so, wie in deutschland hühner und enten.
und in deutscland verlangt die faulste brut nach transistortechnischer ausstattung…und verprasst auch noch steuergelder, um gerichtlich zu klagen…*kopfschüttel*

Hallo

Wenn man Menschen den Zugang dazu verwehrt, dann verwehrt man den Menschen den Zugang zu einer zeitgemässen Lebensweise.

Und genau das ist die Frage. Muss ein ALG2 Empfänger heute up-to-date sein? Muss er dann nicht auch zwingend ein Handy haben?

Eher als ein Festnetztelefon.
Natürlich muss einer, der eine Arbeit sucht, up-to-date sein.
Oder gehst du gar nicht davon aus, dass ein Alg2-Empfänger eine Arbeit sucht?

Naja, bisher sind die Autobahnen kostenlos, …

Klar, die werden im Niemandsland von Ameisen gebaut.

  • Alg2 bezahlt der Staat von Steuergeldern, schon gewusst?

Viele Grüße

Da hast du das Thema verfehlt. Ein PC wurde generell als
„nicht notwendig“ klassifiziert. Ob gebraucht oder nicht,
stand nicht zur Debatte.*)

Du hast das Thema nicht verstanden

" kein uraltes Teil"

Hallo,

Man könnte auch das komplette Sozialsystem abschaffen denn es gibt immer irgendeinen Nachbarn, Verwandten oder eine Waldhütte, wo man unterschlüpfen könnte.

darum geht es nicht.

Du hast die Nachbarschafts- und Bekanntschaftshilfe aber in
die Diskussion gebracht. Da kannst du doch jetzt nicht einfach
sagen, darum ginge es nicht. Oder fällt dir kein Argument dazu
ein?

allein schon die Behauptung, man könne das komplette Sozialsystem abschaffen, weil die Menschen bei Nachbarn, Verwandten oder im Wald wohnen könnten, ist kein vernünftiges Argument, weil ich nie behauptet habe, daß man sich alle Leistungen von Nachbarn, Verwandten oder aus dem Wald holen soll. Allein schon deshalb, weil ich zum einen im Wald wohnen nicht als adäquate Unterbringung betrachten würde und zum anderen die Qualität eine ganz andere ist.

Aber es ist wieder typisch: es wird sich in Kleinigkeiten verzettelt, anstatt das Gesamtergebnis zu betrachten.

Du erwähnst in Deiner Antwort an Edith die Lautsprecher und meinst, um die ginge es nicht nicht. Doch, genau um die geht es. Da hat sich nicht jemand „vom Amt“ das notwendige gewünscht, sondern sich ein Komplettpaket in einer gehobenen Preisklasse zusammengestellt.

Das ist schamlos.

selbstverständlich halten. Und die kriegen vielleicht auch nie
einen PC als Geschenk angeboten.

Rubrik, in denen Dinge kostenlos an Selbstabholer abgegeben werden, gibt es in jeder Tageszeitung und in jedem Käseblättchen.

Lautsprecher, Tastatur, Maus. All dies kostet in der einfachen Ausführung nicht mehr als zehn Euro.

Du weißt eben nicht, wie viel Geld zehn Euro sein können, wenn
man weniger als (oder gerade eben) das Nötigste zum Leben hat.

Ich unterstelle doch mal, daß ein Internetanschluß nicht von den Bäumen fällt, sondern eher zehn Euro im Monat kostet. Ein Komplett-PC ist leicht für 50 Euro bei Ebay zu bekommen. Da die Frau offensichtlich Jahre oder Jahrzehnte keinen PC hatte, wäre in der Zeit Gelegenheit gewesen, die zehn Euro, die sie ja über zu haben scheint, zurückzulegen.

Im übrigen hätte das Gericht doch auch weniger als die
beantragten 737,40 Euro bewilligen können (oder geht das
nicht?), es hat aber festgestellt, dass ein PC generell nicht
notwendig sei.

Das Gericht hat doch nicht über die Höhe der Leistung entschieden, sondern über Beschwerde gegen die Ablehnung der Prozeßkostenhilfe durch das Sozialgericht Detmold, die wiederum zur Klage gegen die Ablehnung der begehrten Leistung durch die zuständige Behörde beantragt wurde.

Gruß
C.

Hallo,

Zumindest fürs Internet und die Schule dürften solche Rechner völlig ausreichend sein.

Ich glaube, um dafür völlig ausreichend zu sein, muss man
meistens doch noch ein bisschen dafür bezahlen, allerdings nur
einen geringen Bruchteil vom Neupreis. Hinterhergeworfen
bekommt man meines Wissens meistens nur Sachen, die extrem
langsam sind, leicht defekt, flimmern oder nicht strahlungsarm
sind.

um Himmels Willen, was werden denn da jetzt für Argumente aufgefahren? Strahlung ist spätestens seit den Flachbildschirmen kein Thema mehr und auch Röhrenmonitore aus den 90ern sind keine Röntgengeräte oder Kernreaktoren.

Und was das Thema langsam angeht: für Internet, Büroanwendungen und einfache Spiele (inkl. Netzwerk) sind Rechner mit Pentium 3- und 4-Prozessoren immer noch vollkommen ausreichend. Die Geräte gibt es bei Ebay teilweise deutlich unter 50 Euro und in den erwähnten Käseblättchen sogar kostenlos (seit letztem Jahr sogar recht häufig, seit man nämlich Elektronikkram nicht mehr über den Hausmüll entsorgen darf).

Und wenn man ganz billige PCs finden will, dann bräuchte man
meistens erstmal einen Internetanschluss. Wo will man die
Informationen sonst dafür hernehmen?

Aus den kostenlosen Käseblättchen? Aus der Tageszeitung? Von den Pinwänden in Supermärkten, an den Universitäten und gemeinnützigen Organisationen?

Gruß
Christian

* Wenn jemand sowas bewilligt bekommt, dann doch wohl eh nur
das allerbilligste Modell, das irgendwo auf dem Markt ist.

Die Frau wollte 737 Euro. Das ist nicht das allerderzeit billigste, sondern ganz entspannt im gehobenen Bereich. Das gibt es für 555 Euro:
http://www2.atelco.de/articledetail.jsp?aid=32353&ag…

Mit dem Teil braucht man sich auf einer LAN-Party nicht zu verstecken und für die angeblich lebensnotwendigen Tätigkeiten ist es in etwa so angemessen wie ein Ferrari für einen Paketdienst.

Ach so: Bleiben noch 180 für Monitor und PC-Kurs. Zu wenig? Na gut, dann gehen wir in eine andere Preisklasse:
http://www.kmelektronik.de/shop/index.php?show=produ…

Verstehst Du, was ich damit sagen will? Da hat sich nicht jemand das notwendige gewünscht, sondern einen PC, wie ihn die wenigsten zuhause rumstehen haben. Einen PC, der von der Technik her in etwa ein Jahr alt ist.

Wie alt ist Dein PC?

Gruß
Christian

Hallo,

Eher als ein Festnetztelefon.
Natürlich muss einer, der eine Arbeit sucht, up-to-date sein.
Oder gehst du gar nicht davon aus, dass ein Alg2-Empfänger
eine Arbeit sucht?

Warum muss man dazu up-to-date sein? Das würde heute iphone oder Blackberry voraussetzen. Es ist dann kein Wunder, dass hier Kritik an dem Anspruchsdenken laut wird. Warum sollte denn ein Festnetztelefon nicht ausreichend sein? Kann man damit nicht telefonieren?

Hi

Dann wollte sie ja vielleicht Sprachen lernen.

Gibt es in D dazu keine Kurse, die man besuchen kann? Braucht man dazu in D unbedingt einen PC?

In Österreich ist ja manches anders. In diesem Fall gibt es vielleicht auch einen Unterschied. Daher meine Nachfrage.

Gruß
Edith

Hallo

Warum sollte denn ein Festnetztelefon nicht ausreichend sein?

Ein Festnetztelefon ist doch gar nicht unbedingt teurer oder komfortabler. Man könnte auch fragen: Warum sollte ein Handy nicht ausreichend sein?

Kann man damit nicht telefonieren?

Man ist nicht ständig erreichbar, das ist der Unterschied.

Ein PC ist ja auch nicht unbedingt teurer als ein Fernseher. Ich würde (ebenso wie andere hier) sagen, ein PC ist notwendig, ein Fernseher nicht.

Ich finde das Urteil einfach unzeitgemäß und nicht praxistauglich.

Viele Grüße

PS: Wenn man sich übrigens öfters mal im Brett für Arbeits- und Sozialamt liest, kann man leicht zum Schluss kommen, dass gerade für Alg2-Empfänger ein PC notwendig ist, einfach schon, um sich über die grundlegendsten Rechte zu informieren, zumal es ja kaum noch Beratungsstellen gibt, jedenfalls nicht in kleineren Städten.

Abgesehen davon ist er notwendig, um sich über die günstigsten Angebote zu informieren. Wer einfach in den Laden geht und kauft, der bezahlt ja meistens ca. 20 Prozent mehr als in Internet, und das kann man sich als Alg2-Empfänger wohl kaum leisten.

Sprachkurse
Hallo

Dann wollte sie ja vielleicht Sprachen lernen.

Gibt es in D dazu keine Kurse, die man besuchen kann?

Ja natürlich, aber die kann sich ein Alg2-Empfänger normalerweise nicht leisten. So eine Sprachlern-CD kann man sich in der Bücherei ausleihen, oder man bekommt sie im Internet auch oft sehr billig angeboten, wenn keine neuere Erscheinung ist.

Braucht man dazu in D unbedingt einen PC?

Dafür ja.

Viele Grüße

Hallo,

PS: Wenn man sich übrigens öfters mal im Brett für Arbeits-
und Sozialamt liest, kann man leicht zum Schluss kommen, dass
gerade für Alg2-Empfänger ein PC notwendig ist, einfach schon,
um sich über die grundlegendsten Rechte zu informieren, zumal
es ja kaum noch Beratungsstellen gibt, jedenfalls nicht in
kleineren Städten.

man sollte meine, die Menschheit wäre vor der flächendeckenden Verbreitung von Computern und Internetzugängen weitestgehend lebensunfähig gewesen.

Abgesehen davon ist er notwendig, um sich über die günstigsten
Angebote zu informieren. Wer einfach in den Laden geht und
kauft, der bezahlt ja meistens ca. 20 Prozent mehr als in
Internet,

Welche Dinge meinst Du?

Gespannt

Christian

Hallo

Du erwähnst in Deiner Antwort an Edith die Lautsprecher und meinst, um die ginge es nicht nicht. Doch, genau um die geht es. Da hat sich nicht jemand „vom Amt“ das notwendige gewünscht, sondern sich ein Komplettpaket in einer gehobenen Preisklasse zusammengestellt.

(OT: Gehobene Preisklasse für 737,40 Euro?
Kannst du mir mal deine Connection verraten, wo du so billige PCs herbekommst?)

Ich finde, es geht weniger um das, was die Frau beantragt hat, denn das ist eine einzelne Frau, was ist an der für uns so interessant? Wichtig ist doch das Gerichtsurteil, die Aussage, ein PC sei nicht nötig.

Rubrik, in denen Dinge kostenlos an Selbstabholer abgegeben werden, gibt es in jeder Tageszeitung und in jedem Käseblättchen.

Die lese ich allerdings zugegebenermaßen nicht so häufig, aber meiner Meinung nach stehen da wirklich selten funktionierende Komplett-PCs drin, und wenn, dann müsste man auch ein Auto oder wenigstens ein Fahrrad mit Fahrradanhänger haben, um das Teil abzuholen. Falls es noch da ist, wenn man es holen will. Da gäbe es nämlich bestimmt mehrere Interessenten.

Du weißt eben nicht, wie viel Geld zehn Euro sein können, wenn …

Ich unterstelle doch mal, daß ein Internetanschluß nicht von den Bäumen fällt, sondern eher zehn Euro im Monat kostet.

Den hat man dann aber meistens anstelle des Telefonanschlusses und telefoniert dann über Internet. Meine Mutter zahlt fast die gleichen Grundgebühren für ihr Uralt-Telefon wie ich mit DSL, zwei IPhone-Anschlüssen und Flatrate für alles.

Ein Komplett-PC ist leicht für 50 Euro bei Ebay zu bekommen.

Ja vielleicht, aber nicht, wenn man keinen PC hat.

Da die Frau offensichtlich Jahre oder Jahrzehnte keinen PC hatte, wäre in der Zeit Gelegenheit gewesen, die zehn Euro, die sie ja über zu haben scheint, zurückzulegen.

Das ist doch lächerlich. Sie muss ja für alles mögliche Geld zurücklegen. Außerdem weiß ich nicht, was du an dieser einen Frau, die wir hier alle nicht kennen, so interessant findest.

Das Gericht hat doch nicht über die Höhe der Leistung entschieden, sondern über Beschwerde gegen die Ablehnung der Prozeßkostenhilfe durch das Sozialgericht Detmold, die wiederum zur Klage gegen die Ablehnung der begehrten Leistung durch die zuständige Behörde beantragt wurde.

Ja eben. Das Gericht hat nicht darüber entschieden, ob der beantragte PC mit 737,40 Euro zu teuer ist für eine Alg2-Empfängerin, sondern dass ein PC grundsätzlich unnötig ist, jedenfalls für eine(n) Alg2-Empfänger(in).

Viele Grüße

Hallo

man sollte meine, die Menschheit wäre vor der flächendeckenden Verbreitung von Computern und Internetzugängen weitestgehend lebensunfähig gewesen.

Es gab z. B. vor 20 Jahren erheblich mehr Beratungsstellen als heute. Ansonsten ist und war es so, dass jemand, der sein Recht nicht kennt, auch oft ungerecht behandelt wird.

Welche Dinge meinst Du?

z. B. Waschmaschinen, Fahrräder, z. T. Kleidung.
Und natürlich PCs.

Viele Grüße

Hallo,

Du erwähnst in Deiner Antwort an Edith die Lautsprecher und meinst, um die ginge es nicht nicht. Doch, genau um die geht es. Da hat sich nicht jemand „vom Amt“ das notwendige gewünscht, sondern sich ein Komplettpaket in einer gehobenen Preisklasse zusammengestellt.

(OT: Gehobene Preisklasse für 737,40 Euro?
Kannst du mir mal deine Connection verraten, wo du so billige
PCs herbekommst?)

ich hab doch nun x-mal auf diverse PCs verlinkt. Da muß man dann auch mal draufklicken.

Ich finde, es geht weniger um das, was die Frau beantragt hat,
denn das ist eine einzelne Frau, was ist an der für uns so
interessant?

Ich weiß nicht, warum es für Dich interessant ist, aber ich finde bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit sich jemand, der von der Gesellschaft lebt, so einen Wunschzettel zusammenstellt, anstatt sich mit einfacheren Geräten zu begnügen, die der überwiegende Teil der Bevölkerung benutzt.

Noch bemerkenswerter finde ich allerdings, daß dieses Verhalten so vehement von einigen noch gutgeheißen und gerechtfertigt wird. Immer, wenn über den Mißbrauch von Sozialleistungen diskutiert wird, kommt das Argument, man greife sich Einzelfälle heraus. Natürlich sind das Einzelfälle, aber wieviele Einzelfälle machen aus der Sache ein generelles Problem? 10, 100, 1000, 10000?

Tatsache ist, daß diese Frau sich ein Paket zusammengestellt hat, das zu mehr reicht, als für das notwendige. Tatsache ist auch, daß sie nicht nur mit der Ablehnung einverstanden war, sondern auch noch dagegen klagen wollte und dafür Prozeßkostenhilfe beantragt hat.

Natürlich ist es jedermans Recht, gegen behördliche Entscheidungen vorzugehen und dafür - wenn es denn an Geld mangelt - auch Prozeßkostenhilfe zu beantragen.

Was ich kritisiere ist das damit dokumentierte Anspruchsdenken. Ein PC für 300 Euro war nicht genug. Die daraus resultierende Ablehnung führte dann auch nicht zu einer veränderten Erkenntnis und am Ende bemüht man mit dem Widerspruch gegen die Ablehnung auch noch ein Landesgericht.

Wahrscheinlich wäre es am Ende sogar billiger gewesen, der Frau einen Blankogutschein für Mediamarkt zu geben, als die Posse bis zum Ende durchzuziehen.

Ich sehe in der Veranstaltung aber ein generelles Problem. Die Verhältnisse sind völlig verdreht. Wer derartige Forderungen stellt und sie gerichtlich durchsetzen will, hat das Prinzip der Solidargemeinschaft nicht verstanden. 740 Euro dort zu fordern, wo die Hälfte genügt hätte, ist einfach frech. Nichts gegen den Versuch, aber dann anschließend den Gerichtsweg - und das wieder auf Kosten der Gesellschaft - beschreiten zu wollen, ist wirklich beeindruckend.

Vor dem Hintergrund begreife ich den Diskussionsverlauf nicht. Ich möchte mal bezweifeln, daß die Verteidiger am Monatsende die Kohle säckeweise nach Hause schleppen und sich leisten können, ihre Elektronikausstattung immer auf dem state of the art zu halten. Wenn ich damit nicht ganz falsch liege, sollten sich die Betreffenden mal überlegen, wieviel ihres Bruttoeinkommens bei wirklich Bedürftigen landet und wieviel bei denjenigen, die beim Aussnehmen des Staates erfolgreicher waren als die Dame, über deren diesbezüglichen Versuch wir hier diskutieren.

Rubrik, in denen Dinge kostenlos an Selbstabholer abgegeben werden, gibt es in jeder Tageszeitung und in jedem Käseblättchen.

Die lese ich allerdings zugegebenermaßen nicht so häufig, aber
meiner Meinung nach stehen da wirklich selten funktionierende
Komplett-PCs drin, und wenn, dann müsste man auch ein Auto
oder wenigstens ein Fahrrad mit Fahrradanhänger haben, um das
Teil abzuholen.

Zu dieser Argumentation fällt mir nichts mehr ein. Ich werde meinen demnächst abzuwrackenden Alt-PC lieber auf dem Recyclinghof entsorgen, bevor ich einen Bedürftigen mit solchen Problemen belaste.

Ein Komplett-PC ist leicht für 50 Euro bei Ebay zu bekommen.

Ja vielleicht, aber nicht, wenn man keinen PC hat.

Ach stimmt. Das wurde mir ja auch schon erklärt: Arbeitslose kennen keine anderen Menschen, erst recht nicht solche, die einen internetfähigen PC haben. Außerdem haben sie nicht das Geld, um an einem öffentlichen Internet-Terminal nach den Superschnäppchen zu suchen. Für den Betrieb des PC (Telephon, Strom, Papier, Tinte usw.) reicht es dann aber schon. Naja…

Das Gericht hat doch nicht über die Höhe der Leistung entschieden, sondern über Beschwerde gegen die Ablehnung der Prozeßkostenhilfe durch das Sozialgericht Detmold, die wiederum zur Klage gegen die Ablehnung der begehrten Leistung durch die zuständige Behörde beantragt wurde.

Ja eben. Das Gericht hat nicht darüber entschieden, ob der
beantragte PC mit 737,40 Euro zu teuer ist für eine
Alg2-Empfängerin, sondern dass ein PC grundsätzlich unnötig
ist, jedenfalls für eine(n) Alg2-Empfänger(in).

Ich habe das Urteil doch verlinkt. Was spricht dagegen, das auch mal zu lesen?

Gruß
C.

Hallo,

es wäre schön, wenn sich weitere Beiträge auf das Ursprungsposting beziehen würden.

[MOD] Thomas

Hallo,

stopp: es würde keine Frage gestellt,sondern generell nach der
Meinung gefragt.Dazu wurde einfach ein Link eingestellt.
Die Frage die du meinst,wurde dann von Teilen der Antwortenden
formuliert.

Na, dann habe ich ja wieder etwas dazu gelernt.
„Was ist die Meinung hier dazu?“ ist also keine Frage.
Und die Überschrift des Artikels „Computer im Haushalt „nicht notwendig““ mit Abstimmung, ob ein Harz-IV-Empfänger einen PC erhalten soll, zu dem der Link führt, sollte also zu einer Diskussion über die Ursachen der Arbeitslosigkeit anregen.

Noch einen schönen Feiertag.

Gruß
Pontius